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Russland als euro-pazifische Macht: Ziele, Strategien und Perspektiven russischer Ostasienpolitik

[Forschungsbericht]

Klein, Margarete

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-396298

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract Seit Mitte der 2000er Jahre bemüht sich Russland, seine politische, wirtschaftliche und militärische Position in Ostasien aufzuwerten und sich auf diese Weise als euro-pazifische Macht zu etablieren. Dahinter steht der Wunsch, von der ökonomischen Dynamik der Region zu profitieren, die rückständigen östlichen Gebiete des Landes zu modernisieren und seinen globalen Großmachtanspruch zu untermauern. In seiner Ostasienpolitik kann Russland erste Erfolge verbuchen. Es gelang ihm, die politischen Beziehungen zu den meisten ostasiatischen Staaten auszuweiten und in wichtige Regionalforen aufgenommen zu werden. Dabei verfolgt Moskau eine Doppelstrategie. Es baut die „strategische Partnerschaft“ mit China aus, verlässt sich aber nicht mehr wie in den 1990er Jahren allein auf Peking als „Türöffner“ in Ostasien, sondern diversifiziert seine Beziehungen. Auch konnte das Volumen des Handels mit Ostasien gesteigert werden, das mittlerweile nach Europa die zweitwichtigste Handelsregion für Russland ist. Dennoch sind Russlands Aussichten begrenzt, in Ostasien wieder eine Großmachtrolle zu spielen. Ohne verbesserte Beziehungen zu den USA und Japan bleibt die politische Diversifizierungsstrategie unvollständig. Hinzu kommt die wachsende Machtasymmetrie mit China, die dazu führen könnte, dass Russland in eine Juniorpartnerschaft mit China gedrängt wird. Vor allem aber krankt die Verwirklichung der euro-pazifischen Ambitionen Moskaus daran, dass Russland sich fast ausschließlich als Rohstofflieferant in den ostasiatischen Wirtschaftsraum integriert. Angesichts der zunehmend angespannten Beziehungen mit den westlichen Ländern droht Moskau damit, die »Ostasien-Karte« auszuspielen. Doch eine substantielle Umorientierung Richtung Osten würde Russlands wirtschaftlicher Modernisierung und der Umsetzung seiner politischen Großmachtambitionen eher schaden. (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Russia; foreign policy; political relations; bilateral relations; Far East; geopolitics; security policy; China; Japan; South Korea; North Korea; economic integration; international cooperation; Vietnam; ASEAN; energy policy; great power
Klassifikation internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2014
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 40 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, 12/2014
ISSN 1611-6372
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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