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Konsensueller Sadomasochismus : eine empirische Prüfung von Bindungsstil und Sozialisationseinfluss

Consensual sadomasochism : an empirical study of commitment style and socialization influence
[Forschungsbericht]

Witte, Erich H.; Poser, Bettina; Strohmeier, Charlotte

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-393768

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Universität Hamburg, Fak. für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft, FB Psychologie, Arbeitsbereich Sozialpsychologie
Abstract "Sadomasochismus ist laut vorherrschender, meist psychoanalytisch orientierter Theorien, eine Störung, die sich ätiologisch auf strafende, wenig einfühlsame Eltern oder kindliche Traumata zurückführen lässt und mit mangelnder Bindungsfähigkeit im Erwachsenenalter einhergeht. Die Theorien haben jedoch den Schwachpunkt, fast ausschließlich auf klinischen Stichproben zu beruhen. Da Psychotherapiepatienten im Allgemeinen eine schlechtere Bindung zum Partner haben und seltener eine positive Erziehungspraxis ihrer Eltern schildern, soll die vorliegende Studie die Aussagekraft psychoanalytischer Modelle für die Mehrheit der klinisch unauffälligen, konsensuell in einer Paarbeziehung praktizierenden Sadomasochisten überprüfen. Dabei wurden bei einer nicht-klinischen Stichprobe von Sadomasochisten und einer Kontrollstichprobe zum einen die Merkmale 'elterlicher Erziehungsstil', 'traumatische Erfahrungen', 'Bindungsstil' und 'Beziehungszufriedenheit', zum anderen als alternativer Erklärungsansatz das 'Reizsucheverhalten' ('Sensation Seeking') auf Unterschiede getestet. Die Ergebnisse stützen die Hypothese, dass sich klinisch unauffällige, konsensuelle Sadomasochisten von Nicht-Sadomasochisten in den theoretisch hergeleiteten Bereichen nicht unterscheiden. Geringe Unterschiede konnten im Bereich des 'Sensation Seeking' gefunden werden." (Autorenreferat)

"According to prevalent theories based on psychoanalyst concepts, sadomasochism is a mental disorder, which has an etiology of punitive, little empathic parents or infantile traumata and involves poor attachment capacities in adulthood. However, such theories have the flaw of resting almost exclusively on clinical samples. As psychotherapy clients generally show poorer attachment to their partners and more rarely report positive nurturing practices by their parents, this study’s goal is to examine the explanatory power of the psychoanalytic models for the majority of non-clinical sadomasochists, who consensually practice their sexual preference in a relationship. The characteristics of 'parental nurturing practice', 'traumatic experiences', 'attachment-style' and 'relationship satisfaction' on the one hand, and 'sensation seeking' as alternative explanation on the other hand are being tested for differences between the non-clinical sadomasochist group and a control group. Results corroborate the hypothesis that non-clinical consensual sadomasochists do not differ from non-sadomasochists in the above named characteristics deduced from theories. Small differences could be found in the field of 'sensation seeking'." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter social relations; education; parenting style; psychoanalysis; commitment; trauma; partner relationship; sexuality
Klassifikation Familiensoziologie, Sexualsoziologie; psychische Störungen, Behandlung und Prävention
Methode empirisch; empirisch-quantitativ
Freie Schlagwörter Sadomasochismus; Sadismus; Masochismus; Sexualpräferenz; Reizsucheverhalten
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2007
Erscheinungsort Hamburg
Seitenangabe 16 S.
Schriftenreihe Hamburger Forschungsberichte zur Sozialpsychologie (HaFoS), 76
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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