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Kriege verhindern oder stoppen - der Beitrag von Friedensbewegungen

[Arbeitspapier]

Schweitzer, Christine; Johansen, Jörgen

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-393106

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Institut für Friedensarbeit und Gewaltfreie Konfliktaustragung e.V.
Abstract Dieses Papier diskutiert auf der Basis von Beispielen von sieben Friedensbewegungen der letzten 110 Jahre, welchen Einfluss Bewegungen auf die Verhinderung oder die Beendigung von Kriegen gehabt haben, in die ihre eigene Regierung verwickelt war. Diese Beispiele sind: Norwegen - Schweden 1905; die Anti-Vietnamkrieg-Bewegung in den 1960er und frühen 1970er Jahren; die Bewegung gegen die Unterstützung der Contras in Nicaragua in den 1980er Jahren; die Friedensbewegung gegen atomare Aufrüstung der 1980er Jahre; der Fall der Frauen in Weiß in Liberia 2002-2003; die Bewegung gegen den Irakkrieg 1991; die Bewegung gegen den Irakkrieg 2003. Das Hauptergebnis des Vergleichs ist, dass einen Krieg zu verhindern oder zu stoppen wahrscheinlich die schwierigste Aufgabe ist, die sich eine soziale Bewegung setzen kann. Mit der Ausnahme des frühen skandinavischen Falls, der ein Fall einer erfolgreichen Verhinderung von Krieg ist, beeinflussten einige der Bewegungen sowohl den Verlauf wie das eventuelle Ende des Konfliktes, aber keiner von ihnen kann zugeschrieben werden, dass sie die allein Ausschlaggebenden waren. Abgesehen davon konnte eine langfristige Wirkung der Bewegungen auf die öffentliche Meinung und auf verstärktes Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit im Hinblick auf Fragen von Krieg und Frieden und "humanitäre Interventionen" festgestellt werden, was das Verhalten von Regierungen in späteren Krisen beeinflusste.

This paper discusses on the basis of seven examples of peace movements of the last 110 years which impact movements may have had on the prevention or the ending of wars their own governments were engaging in. These examples are: Norway - Sweden 1905; the movement against the Vietnam war in the 1960s and early 1970s; the movement against the support of the Contras in Nicaragua in the 1980s; the peace movement of the 1980s against nuclear weapons; the case of the Women in White in Liberia 2002-2003; the movement against the Iraq war in 1991; the movement against the Iraq war in 2003. The main finding of the comparison is that to prevent or stop wars is probably the most difficult objective a social movement may set itself. With the exception of the early Scandinavian case which was a case of successful war prevention, some of the movements against wars impacted both the conduct of the conflict and its eventual end but none of them could be attributed with stopping it alone. However, there was also clear evidence that the respective movements had a long-term influence on public opinion and helped to raise public awareness on issues of wars and so-called 'humanitarian interventions' which had an influence on later crises and how governments dealt with them in regard to engaging or not engaging in war.
Thesaurusschlagwörter peace movement; effect; conflict prevention; formation of consciousness; public opinion; conflict management; humanitarian intervention; military intervention; social movement; political influence
Klassifikation Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik; allgemeine Geschichte
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2014
Erscheinungsort Wahlenau
Seitenangabe 81 S.
Schriftenreihe IFGK-Arbeitspapier, 26
ISSN 1439-4006
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung
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