@article { Meitzler2011,
title = {Lust und Ekel: vom Reiz einer Grenzüberschreitung },
author = {Meitzler, Matthias },
journal = {Psychologie und Gesellschaftskritik },
number = {1 },
pages = {31-49 },
volume = {35 },
year = {2011 },
issn = {0170-0537 },
url = {http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-393049 },
abstract = {"Zwar ist die unlustvolle Konnotation des Ekels schwer von der Hand zu weisen, weshalb er aus guten Gründen als potenziell vermeidenswerte Emotion gilt, doch lässt sich diese Zuschreibung keineswegs generalisieren. In bestimmten Kontexten liegen Lust und Ekel näher beieinander, als zunächst anzunehmen ist. Manch schauderhafte, obszöne, tabuisierte Darstellung – sei dies auf der Theaterbühne, in der Tageszeitung, auf dem TV- oder Computerbildschirm – löst Neugier und Schaulust bei ihren Rezipienten aus und erfreut sich einer gewissen Beliebtheit. Die lustvollen Dimensionen des Ekels sind auch und gerade im Bereich des Sexuellen nachzuweisen, wobei der Grat zwischen Erregungsmaximierung und Unlustgenerierung oft sehr schmal ist. Darum stößt die Artikulation von ekelkonnotierten Sexualinteressen nicht selten auf Schamschwellen – die aber beispielsweise innerhalb der SM-Prostitution herabgesetzt werden können." (Autorenreferat)"At first view disgust is primarily associated with reluctance and for this reason it is an undesirable emotion. But this cannot be generalized: In certain context, lust and disgust are closer together as maybe considered. Dreadful, obscene or perhaps tabooed images and expositions create curiosity. Particularly with regard to sexual dimensions, the negativism of disgust often turns into a positive and sensual emotion. But within this field, there is a fine line between increasing excitement and generating reluctance. Therefore, admitting to a disgusting sexual desire is tainted with shame. Nevertheless, it is entirely possible to reduce this sense of shame, for instance within SM prostitution." (author's abstract)},
}