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Die "lebende Materie" der neurowissenschaftlichen Verbrechensforschung

The "living matter" of neuroscientific crime research
[Zeitschriftenartikel]

Brendgen, Tobias

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-388494

Weitere Angaben:
Abstract "Der Essay möchte die aktuelle Suche nach dem typischen 'Verbrechergehirn' kritisch hinterfragen. Die Zukunftsversion einiger Neurowissenschaftler ist es, nahezu jedem (potenziellen) Straftäter ins Gehirn zu blicken, denn dort wird der eigentliche Tatort vermutet. Damit geht eine Fundamentalkritik am Schuldstrafrecht einher, die in ihrem Kern eine Abschaffung des Konzeptes der Schuld und des freien Willens zu Gunsten einer Biologisierung des Strafrechts fordert. Der einstmals schuldige Straftäter wird zum Sklaven seines Körpers degradiert. Aus einem konstruktivistischen Ansatz heraus soll hier ein momentan boomendes Körperbild auf seine historischen Bedingungen hinterfragt werden. Kann es sein, dass in einer logisch-kausalen Verbrechenserklärung der alte Mythos vom Bösen als Abweichung der Norm belebt wird?" (Autorenreferat)

"This article critically challenges the search for the typical 'criminal mind'. It is the vision of some neuroscientists to gain insight into the mind of criminals where they suspect the actual site of crime. This view is followed by a fundamental critique concerning the system of criminal law based on the requirement of personal guilt. The concepts of guilt and free will are abandoned in favor of the biologization of criminal law where the former guilty delinquent is degraded to a mere slave of his body. Based on a constructivist approach, this article questions a currently popular body image by looking at its historical conditions. Is is possible, that a causal explication enlivens the old myth of the evil as deviation from normal conditions?" (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter offense; guilt; neurosciences; criminal law; psychodiagnostics; forensic medicine; psychiatry
Klassifikation angewandte Psychologie; Kriminalsoziologie, Rechtssoziologie, Kriminologie
Freie Schlagwörter das Böse; der Verbrecherkörper
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2010
Seitenangabe S. 99-111
Zeitschriftentitel Psychologie und Gesellschaftskritik, 34 (2010) 3
Heftthema Strafen
ISSN 0170-0537
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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