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Migration und Arbeitsmarkt: Steuerung und Arbeitsmarktwirkungen der Zuwanderung und Arbeitsmarktintegration von Migranten in Rheinland-Pfalz

[Stellungnahme]

Brücker, Herbert

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(externe Quelle)

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://hdl.handle.net/10419/89223

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)
Abstract "Nach einer Einschätzung des Umfangs der Migration nach Deutschland und Rhein-land-Pfalz in den nächsten Jahren geht diese Stellungnahme auf die Struktur der Zuwanderung, die Arbeitsmarktwirkungen der Migration (Lohn- und Beschäftigungs-effekte), die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten sowie den Einfluss der Steuerung der Zuwanderung auf die Qualifikationsstruktur der Zuwan-derer ein. Die schlechte Arbeitsmarktintegration von Migranten ist ein Schlüssel-problem der Zuwanderung. Die Ursachen liegen unter anderem in der Qualifikati-onsstruktur, der Konzentration auf oft wenige Ausbildungsberufe, die zudem mit geringeren Löhnen und höheren Arbeitsmarktrisiken verbunden sind, sowie in der Sprachkompetenz. Empirische Studien zeigen, dass die Einwanderungspolitik einen erheblichen Einfluss auf die Qualifikationsstruktur der ausländischen Bevölkerung hat. Für die Steuerung der Zuwanderung bestehen verschiedene politische Optio-nen: International können angebotsorientierte Systeme in Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland, die am Humankapital der Zuwanderinnen und Zuwande-rer ansetzen und Punkte für Beruf, Bildung, Alter, Sprachkenntnisse sowie bereits im Land erworbene Erfahrungen und Qualifikationen vergeben, von nachfrageorien-tierten Systemen, die wie die H1B-Visa in den USA auf den aktuellen Arbeitskräfte-bedarf ausgerichtet sind, unterschieden werden. Weiterhin wird die Einwande-rungspolitik in der Europäischen Union und Deutschland betrachtet. Mit dem Ge-meinsamen Binnenmarkt hat die EU einen Wirtschaftsraum mit freier Arbeitsmobili-tät geschaffen. Die Einwanderungspolitik gegenüber Drittländern blieb jedoch den einzelnen Mitgliedsstaaten überlassen, bis mit der „Blue Card“-Initiative ein erster Anlauf zur Harmonisierung unternommen wurde. Da der Wettbewerb um qualifizier-te Arbeitskräfte erheblich zunehmen könnte, empfiehlt es sich für Deutschland, sei-ne Einwanderungspolitik mit anderen wichtigen Zielländern der Migration in der EU abzustimmen. Grundsätzlich ist es wenig wahrscheinlich, dass die bisherigen Re-formen des Einwanderungsrechts in Deutschland spürbare Auswirkungen auf die Qualifikationsstruktur der Neuzuwanderer und die ausländische Bevölkerung haben werden. Dafür ist eine grundlegende Neuorientierung der Einwanderungspolitik, die angebots- und nachfrageorientierte Ansätze zur Erhöhung der Qualifikationsstruktur und Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Migranten verbindet, notwendig. Zu den Maßnahmen, die hierfür ergriffen werden könnten, gehören die Absenkung der Gehaltsobergrenze für die Zuwanderung von qualifizierten und hochqualifizier-ten Arbeitnehmern, die schnelle Anerkennung von Bildungs- und Ausbildungsab-schlüssen, sowie – unter der Voraussetzung, dass ein Arbeitsplatzangebot vorliegt – die Öffnung des Arbeitsmarktes für Zuwanderinnen und Zuwanderer mit einem qua-lifizierten beruflichen Ausbildungsabschluss in Berufen und Regionen, die nicht oder unterdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen sind, und die Erprobung einer Steuerung der Zuwanderung nach dem Punkteverfahren für eine begrenzte Zahl von Zuwanderern. Für die beiden letzteren ist Voraussetzung, dass ein Arbeits-platzangebot vorliegt. Die Mechanismen der Zuwanderungssteuerung müssen hinsichtlich ihrer Effektivität und ihrer Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Ar-beitsmarktintegration von Migranten evaluiert werden." [Autorenreferat]

"This expert’s report provides beyond an assessment on the the future scale of mi-gration to Germany and Rhineland-Palatinate an assessment of the skill composi-tion of the immigrant population, the effects of immigration on wages and employ-ment, the integration of immigrants into the labour market and the impact of immi-gration policies on the skill composition of the immigrant population. The poor labour market integration of immigrants is a key challenge for the German economy and society. The causes can be traced back the skill structure of the immigrant popula-tion, the high concentration of immigrants in few occupations, which are characte-rized by low wages and high unemployment risks, and limited language proficiency. There is convincing empirical evidence that immigration policies have a considera-ble impact on the skill composition of the immigrant population. For the regulation of immigration there exist several policy options: From an international perspective, we can distinguish so-called “supply-driven” systems, which focus on the human capital characteristics of immigrants and allocate points to criteria such as occupation, edu-cation, age, language proficiency and country-specific experiences and qualifica-tions, from so-called “demand-driven” systems, which focus on the current demand of employers in receiving countries. Examples for the first type of immigration poli-cies are Australia, Canada and New Zealand, for the second type the H1B visa pro-gram in the USA. While these countries tempt tu pursue consistent immigration poli-cies, immigration policies in the EU and Germany are characterized by many incon-sistencies. The EU has created with the Common Market an economic area with free labour mobility. This is unique in the world. However, immigration policies vis-à-vis third-country nationals remain in the domain of national policies. The EU “Blu-ecard” initiative is a first step in the direction of a harmonized immigration policy vis-à-vis third-country immigrants. Since the competition for qualified and highly quali-fied workers will increase in the future, it is recommended to coordinate German immigration policies with those of other important destination countries in the EU. In general, it is very unlikely that the reforms of German immigration policies in the 2000s will have any substantial impact on the skill structure of the new arrivals and the immigrant population in Germany. This would require a fundamental reform of immigration policies in Germany, which uses both supply-side and demand-side tools for improving the skill composition of the immigrant workforce and better condi-tions for the integration of immigrants into the labour market. Inter alia, the following policy measures are needed: Reducing the income ceiling for highly qualified and qualified migrants, the fast acknowledgement of educational degrees, and, under the precondition of an existing job offer, the opening of labour markets for immi-grants with a university or qualified vocational training degree in occupations and regions where unemployment is either not existing or disproportionally low. Moreover, point systems for the allocation of residence and work permits should be tested. It is recommended that the allocation of residence and work permits under a point system requires also a job offer. The mechanisms of immigration policies have to be monitored with respect to their effects on the labour market and the labour market integration of immigrants." [author´s abstract]
Thesaurusschlagwörter migration; Rhineland-Palatinate; labor market; occupational integration; immigration policy; impact; effect on employment; structure of qualification; labor migration; Federal Republic of Germany; EU; occupational mobility; labor supply; immigration; steering
Klassifikation Arbeitsmarktforschung; Migration
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2010
Erscheinungsort Nürnberg
Seitenangabe 26 S.
Schriftenreihe IAB-Stellungnahme, 3/2010
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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