%T In welchem Gefängnis auf welche Freiheit vorbereiten? : Strafvollzug im Scottish Prison Service und in Deutschland ; Erfahrungen aus 3 Monaten teilnehmender Beobachtung
%A Faber, Martin
%J Sozialwissenschaften und Berufspraxis
%N 1
%P 70-80
%V Jg. 29
%D 2006
%= 2009-01-06T14:06:00Z
%~ GESIS
%> http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-38667
%X In den vergangenen Jahren haben Prozesse, die unter dem Schlagwort Globalisierung firmieren, die Dienstleistungsbereiche der Gesellschaft und auch den Strafvollzug nicht unberührt gelassen. Die so genannte Haftpopulation hat sich durch die Öffnung der Grenzen verändert, die Belegung der Justizvollzugsanstalten hat sich, entgegen den Zahlen der Kriminalitätsstatistiken, weiter erhöht, Strafgesetze wurden nicht zuletzt aufgrund der Ereignisse des '11. September' verschärft. Gleichzeitig hat der finanzielle Druck auf die öffentlichen Haushalte, aus denen der Strafvollzug finanziert wird, zugenommen. Im Herbst 2006 geht die erste teilprivatisierte Haftanstalt Deutschland 'ans Netz'. Dieselbe Betreibergesellschaft betreibt auch das bisher einzige 'Private Prison' Schottlands, etwa 40 Kilometer südlich von Glasgow. Der Autor berichtet über seine Erfahrungen als Pfarrer in zwei Justizvollzugsanstalten in Schottland. Gespräche mit Häftlingen und Personal im Jahr 2003 bilden die Grundlage der Ausführungen. Das Fazit lautet, dass weder das staatlich noch das privat betriebene Gefängnis den Anforderungen entspricht, die im 'Scotland's Criminal Justice Plan' vorgegeben sind. Die Begründung der Befürworter der Privatisierung im Bereich des Justizvollzuges lautet in der Sprache der Organisationsentwicklung und Ökonomie: Der 'Outcome' ist bei deutlich niedrigeren Kosten der gleiche. Die Rückfallquoten Gefangener aus HMP Kilmarnock und HMP Perth sind jedoch gleich hoch. (ICA2)
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