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Crossing borders: rethinking the European Union's neighborhood policies

Grenzen überschreiten: die Nachbarschaftspolitiken der Europäischen Union neu denken
[Sammelwerk]

Möller, Almut (Hrsg.)

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-385185

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.
Abstract "The European Union is in the middle of developing policies for dealing with the countries in its neighborhood. The ongoing series of events in the EU’s southern neighborhood create the need to answer a challenging question: If the strategic answer to the fall of the Iron Curtain was enlargement, what then is the European Union’s strategic response to the Arab Spring? Since the accession of Bulgaria and Rumania in 2007, the integration capacity and the transformative power of the Union have been disputed. Governments and citizens are increasingly skeptical about further enlargement. There is no convincing rationale for enlargement (why is Turkey on the list, and not Ukraine?), and the financial, economic, and sovereign debt crises have made the EU more introverted. Most of the Western Balkan countries will not become EU members any time soon. And a self-confident Turkey is less and less. The ENP, on the other hand, a framework concept that was launched as a response to the 2004/2007 enlargements, has not yet developed into an attractive policy or an alternative to EU accession. Countries that want to join the Union regard it as a “policy of rejection.” For countries that do not want to join the Union, the ENP has not delivered the results that the EU was hoping for in its “Wider Europe” concept of 2003: stability, peaceful cooperation, and prosperity. There are clear reasons why ENP and Enlargement Policy exist as separate approaches, the most obvious explanation being that the countries covered by Enlargement Policy will join the Union, while the ones under the ENP will not (or at least not for the foreseeable future). However, this separation of (to be) “ins” and “outs” is not helpful. The EU needs a policy somewhere between Enlargement Policy and ENP. This set of chapters suggests that the EU turn the European Commission’s concept of the “Three Cs for enlargement” into a new concept for the whole neighborhood: (1) Conception: The EU should embrace its neighbors with a more daring approach of selective areas of functional and regional integration; (2) Communication: There is a lot of room for improvement in the EU’s way of communicating with its neighbors; and (3) Cooperation: The EU must be selective with regard to partners, and it needs to develop a real spirit of partnership. The European Union will be a lot more successful if it manages to blur the boundaries on the European continent by creating overlapping spheres of partial integration with its neighbors. By “crossing borders,” the Union will also strengthen its ability to function as a network; a quality that will be a major asset in a multipolar, interconnected world." [author's abstract]

"Die Europäische Union steckt mitten in der Weiterentwicklung ihrer Politiken für die Staaten in ihrer Nachbarschaft. Die andauernden Ereignisse in der südlichen Nachbarschaft der EU machen dabei die Beantwortung einer entscheidenden Frage notwendig: Wenn die strategische Antwort auf den Fall des Eisernen Vorhangs die Erweiterung war, was ist dann die strategische Antwort der Europäischen Union auf den Arabischen Frühling? Seit dem Beitritt Bulgariens und Rumäniens im Jahr 2007 werden die Integrationskapazität der EU und ihre Fähigkeit, Transformationsprozesse anzuschieben, immer stärker angezweifelt. Unter den Regierungen und Bürgern der Mitgliedsstaaten wächst die Skepsis über weitere Erweiterungsrunden. Hinter der Erweiterung steckt kein überzeugendes, logisches Grundprinzip (warum erhält die Türkei Kandidatenstatus und nicht die Ukraine?). Zudem führt die Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrise dazu, dass sich die EU stark mit sich selbst beschäftigt. Der Großteil der Staaten des Westlichen Balkans wird auf kurze Sicht kein Mitglied der EU. Die selbstbewusste Türkei ist immer weniger daran interessiert, dem Club beizutreten. Die Europäische Nachbarschaftspolitik hat sich noch nicht in eine attraktive Politik oder gar zu einer Alternative zum Beitritt entwickelt. Staaten, die der EU beitreten möchten, betrachten sie als eine »Abspeisungspolitik«. Für Staaten, die dies nicht anstreben, hat die ENP bisher nicht die Ergebnisse erreicht, welche sich die EU in ihrem »Wider Europe«-Konzept aus dem Jahr 2003 erhofft hatte: Stabilität, friedliche Kooperation und Wohlstand. Es gibt zwar klare Gründe, warum die ENP und die Erweiterungspolitik als separate Ansätze existieren. Die offensichtlichste Erklärung besteht darin, dass diejenigen Staaten, die von der Erweiterungspolitik abgedeckt sind, auch der EU beitreten werden, während die Staaten der ENP diese Perspektive nicht (oder zumindest nicht in absehbarer Zukunft) haben. Jedoch ist die klare Trennung von »dabei sein« oder »nicht dabei sein« nicht sehr hilfreich. Die EU braucht eine Politik zwischen Erweiterung und ENP. Die vorliegende Publikation empfiehlt, dass die EU das Konzept der »drei C’s für die Erweiterung« der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2005 zu einem neuen Rahmen für die gesamte Nachbarschaft weiterentwickelt. Dieser sollte auf drei Pfeilern aufbauen: (1) Konzept: Die EU sollte ihre Nachbarn mit einem mutigeren Ansatz selektiver Felder funktionaler und regionaler Integration gegenübertreten; (2) Kommunikation: Es gibt viel Luft nach oben in der Art der Kommunikation der EU mit ihren Nachbarn; und (3) Kooperation: Die EU muss hinsichtlich ihrer Partner selektiv sein und mit diesen tatsächliche Partnerschaften eingehen. Die Europäische Union wird erfolgreicher sein, wenn sie es schafft, überlappende Felder einer teilweisen Integration mit ihren Nachbarn zu schaffen und so die Grenzen auf dem europäischen Kontinent zu verwischen. Ein solches »Überschreiten der Grenzen« wird die Fähigkeit der EU stärken, als Netzwerk zu agieren; eine Qualität, die von besonderer Bedeutung in einer multipolaren, vernetzten Welt ist." [Autorenreferat]
Thesaurusschlagwörter EU; EU expansion; joining the European Union; eastwards expansion; foreign policy; international politics; european identity; neughborhood policy
Klassifikation Europapolitik; internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2011
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 100 S.
Schriftenreihe DGAP-Analyse, 2
ISSN 1611-7034
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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