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Salafisten in Afrika: nicht zwingend Wegbereiter des Terrorismus

[Arbeitspapier]

Elischer, Sebastian

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-382211

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber GIGA German Institute of Global and Area Studies - Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien, Institut für Afrika-Studien
Abstract Anfang März 2014 töteten Mitglieder der islamistischen Sekte Boko Haram in einem nordnigerianischen Dorf mehr als achtzig Menschen. Die Mitglieder von Boko Haram sind Anhänger der salafistischen Denkschule, die in vielen Ländern Afrikas zunehmend populär wird. Viele Beobachter sehen den Salafismus als ideologischen Nährboden terroristischer Vereinigungen. Die Komplexität und Vielfalt der salafistischen Bewegung wird in der öffentlichen Debatte häufig unterschlagen. Generell muss zwischen friedlichen ("Quietisten"), politischen sowie gewaltsamen Salafisten ("Jihadis") unterschieden werden. Der Aufstieg des Salafismus in Afrika hat viele Gründe. Er steht unter anderem in Zusammenhang mit der Demokratisierungswelle der frühen 1990er Jahre, die in vielen Ländern Afrikas größere Religions- und Vereinigungsfreiheit brachte. Zahlreiche westliche Außenpolitiker, aber auch Wissenschaftler argumentieren, die Verbreitung salafistischen Gedankenguts führe zur Bildung gewaltbereiter islamistischer Gruppierungen. Eine genauere Analyse der Entwicklung in afrikanischen Ländern bestätigt die Vorstellung einer linearen Entwicklung zum Terrorismus nicht. Afrikanische Staaten müssen eine langfristige Strategie gegenüber salafistischen Gruppen entwickeln. Dabei sollte allerdings darauf verzichtet werden, staatliche Gewalt als primäres Mittel einzusetzen; vielmehr sollte vor allem auf deeskalierende Maßnahmen gesetzt werden.
Thesaurusschlagwörter Africa; fundamentalism; Islam; islamism; religious movement; terrorism; propensity to violence; religious policy; religious conflict
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur; Religionssoziologie
Freie Schlagwörter militanter Islam
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2014
Erscheinungsort Hamburg
Seitenangabe 8 S.
Schriftenreihe GIGA Focus Afrika, 3
ISSN 1862-3603
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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