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Zur simulierten Rechtfertigung wirtschaftlicher und medizinischer Entscheidungen in Ethikkommissionen: eine empirische Analyse des Einflusses verschiedener Rollen

Simulated justification of economic and medical decisions in Ethics Commissions: an empirical analysis of the influence of different roles
[Forschungsbericht]

Heitkamp, Imke; Borchardt, Heike; Witte, Erich H.

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-374066

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Universität Hamburg, Fak. für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft, FB Psychologie, Arbeitsbereich Sozialpsychologie
Abstract "Die Studie versucht die Frage zu beantworten, ob verschiedene soziale Rollen zu unterschiedlichen Entscheidungen und Rechtfertigungen bezüglich ethischer Probleme führen. Versuchspersonen (N = 682) wurden gebeten, entweder zu einem wirtschaftlichen (Soll die Produktion ins Ausland verlegt und dadurch Arbeitsplätze gestrichen werden?) oder zu einem medizinischen Problem (Sollen Gene manipuliert werden, um den Ausbruch von Erbkrankheiten zu verhindern?) eine Entscheidung zu treffen, wobei sie sich in eine beziehungsreiche soziale Rolle hineinversetzen sollten (z.B. Externer Berater, Forscher, Politiker). Danach sollte die getroffene Entscheidung anhand einer Wichtigkeitseinschätzung von vier klassischen, ethischen Positionen gerechtfertigt werden: Hedonismus, Intuitionismus, Utilitarismus und Deontologie. Es hat sich herausgestellt, dass die Wichtigkeitseinschätzungen der ethischen Grundpositionen mit dem Kontext (Medizin, Wirtschaft) kaum variieren. Vor allem wird der Utilitarismus, dann die Deontologie zur Rechtfertigung herangezogen. Rollenunterschiede sind vorwiegend in der Medizin beim Intuitionismus und in der Wirtschaft beim Hedonismus zu beobachten. Die generelle Abhängigkeit der Wichtigkeitseinschätzung von der Rolle ist bei geringeren Effekten trotzdem bedeutsam, d.h. es gibt eine signifikante Wechselwirkung zwischen Ethik und Rolle. Bei der individuellen Rechtfertigung der Entscheidungen nehmen im Bereich der Wirtschaft die drei ethischen Grundpositionen Intuitionismus, Utilitarismus und Deontologie einen signifikanten Einfluss auf die individuelle Variation der Entscheidung. In der Medizin sind es vor allem Hedonismus und Deontologie. Abhängig von der Rolle können interindividuelle Varianzen die Entscheidungen vorhersagen, allerdings nur bei weniger normierten Rollenbedingungen. Der Einbezug der Rolle ist hilfreich, wenn die Unterschiede in den Rechtfertigungen beachtet werden. Andersherum bedeutet dies, dass darüber nachgedacht werden muss, wie Diskussionen angeleitet werden können, will man den Einfluss sozialer Normierung gering halten und stattdessen ergebnisoffen und ethisch ausgewogen diskutieren."[Autorenreferat]
Thesaurusschlagwörter ethics; board; decision; legitimation; economic factors; medical factors; role; utilitarism; hedonism
Klassifikation Sozialpsychologie
Methode empirisch; empirisch-quantitativ
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2005
Erscheinungsort Hamburg
Seitenangabe 39 S.
Schriftenreihe Hamburger Forschungsberichte zur Sozialpsychologie (HaFoS), 55
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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