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Fallrekonstruktive Forschung

Case-reconstructive research
[Sammelwerksbeitrag]

Hildenbrand, Bruno

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-37354

Weitere Angaben:
Abstract Welcher Stellenwert dem Einzelfall in der Sozialforschung zugebilligt wird, hängt davon ab, welches Verhältnis von Allgemeinem und Besonderem zugrunde gelegt wird. Wird das Allgemeine dem Besonderen gegenübergestellt, dann ist der Stellenwert der Fallanalyse der der Beschaffung von Hypothesen zu Beginn einer Forschung, die auf Generalisierung auf der Basis statistischer Repräsentativität angelegt ist (Hypothesengenerierungs-Modell). Umgekehrt und geradezu in einer Gegenbewegung zu dieser Position lassen sich Fallanalysen finden, in denen von allgemeinen Aussagen abgesehen wird. Es wird stattdessen die Auffassung vertreten, dass der Fall sich selbst expliziere (Sozialreportage-Modell). Zwischen diesen beiden Positionen kann eine weitere angesiedelt werden, die häufig in der sich als "qualitativ" bezeichnenden Sozialforschung verbreitet ist. Ihre Eigentümlichkeit besteht darin, dass zwar auf der einen Seite Material von Fällen erhoben wird, dieses jedoch aus der Sinnstrukturiertheit (dazu weiter unten) des jeweiligen Falles herausgelöst und unter Begriffe subsumiert wird, die nicht aus dem Material heraus entwickelt, sondern an dieses herangetragen wurden (Subsumtions-Modell). Diesen Positionen hinsichtlich der Bedeutung des Falls in der sozialwissenschaftlichen Forschung kann eine vierte gegenübergestellt werden. Dieser liegt die Auffassung zugrunde, dass in der Analyse der historischen Konkretion eines Falles das Verhältnis von Allgemeinem und Besonderem von vornherein thematisch ist. Es kommt dann darauf an, zu rekonstruieren, wie der Fall seine spezifische Wirklichkeit im Kontext allgemeiner Bedingungen konstruiert hat (Fallrekonstruktions-Modell). Diese Position wird in dem vorliegenden Beitrag näher betrachtet. Es werden sowohl die theoretischen Konzepte als auch die Methoden beleuchtet. Anschließend präsentiert der Autor ein Fallbeispiel. Zum Schluss wird der Unterschied von Fallrekonstruktion und Fallkontrastierung verdeutlicht. (ICD2)
Thesaurusschlagwörter qualitative method; case study; empirical social research; induction; deduction; abduction; data capture; analysis; analysis procedure; case reconstruction
Klassifikation Forschungsarten der Sozialforschung; Erhebungstechniken und Analysetechniken der Sozialwissenschaften
Methode deskriptive Studie
Freie Schlagwörter Fallkonstrastierung; Datenerhebung; Datenanalyse
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Handbuch qualitative Sozialforschung : Grundlagen, Konzepte, Methoden und Anwendungen
Herausgeber Flick, Uwe; Kardoff, Ernst von; Keupp, Heiner; Rosenstiel, Lutz von; Wolff, Stephan
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1991
Verlag Beltz - Psychologie Verl. Union
Erscheinungsort München
Seitenangabe S. 256-260
ISBN 3-621-27105-8
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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