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Die Wehrpflicht vor dem Aus?

The end for conscription?
[Bibliographie]

Johannsen, Jannik; Kolle, Christian

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-371856

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
Abstract Im Juni 2010 beschloss der Deutsche Bundestag, den Wehrdienst ab Juli 2010 auf ein halbes Jahr zu reduzieren. Diese Reform ist allerdings vor dem Hintergrund, dass Viele eine vollständige Abschaffung der Wehrpflicht befürworten, nicht unumstritten. Die Kritiker der Wehrpflicht wissen mit Argumenten zu überzeugen: Die hohen Kosten für den Staat, die durch Wehrpflichtige und den Grundwehrdienst entstehen, die so genannte "Wehrungerechtigkeit", die die knapp 16 Prozent eines Jahrgangs, die noch als Wehrpflichtige eingesetzt werden, betrifft sowie die Tatsache, dass die Truppenstärke der Bundeswehr aufgrund chronischer Unterfinanzierung einer Reduzierung bedarf. Desweiteren wird argumentiert, dass ein sechsmonatiger Grundwehrdienst ohnehin zu kurz sei und daher abgeschafft werden könne. Als Alternative zum Wehrdienst wird von einigen Parteien und Politikern (u.a. SPD und Grüne sowie Außenminister Guido Westerwelle) die Schaffung einer Freiwilligenarmee bzw. Berufsarmee vorgeschlagen. Ein weiterer interessanter Aspekt, welcher in der vorliegenden Ausgabe der Reihe "Recherche Spezial" thematisiert wird, ist die Geschlechterverteilung und die Rolle der Frau in der Bundeswehr So kann der Wehrdienst nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs seit 2001 auch auf freiwilliger Basis auch von Frauen geleistet werden. Im Rahmen der Wehrpflicht ist auch der Zivildienst von Bedeutung, da dieser als anerkannter Ersatzdienst die Option für alle Wehrdienstverweigerer darstellt. Aufgrund der oben angeführten Reform ist auch der Zivildienst einer Verkürzung auf sechs Monate zum Opfer gefallen, wobei diese Maßnahme von Seiten der Wohlfahrtsverbände stark kritisiert wird. Sie befürchten einen Mangel an Personal und halten sechs Monate für eine zu knappe Zeitspanne für Zivildienstleistende, die vielfach eine intensive Einarbeitungsphase benötigen. Die vorliegende Juli-Ausgabe der Reihe "Recherche Spezial" behandelt die oben angeführten Aspekte und listet im ersten Kapitel Nachweise zu Forschungsprojekten und Literatur auf, welche die geschichtliche Entwicklung des Wehrdienstes und Reformen des Wehrsystems behandeln. Im zweiten Kapitel wird das Wehrsystem im Allgemeinen thematisiert, wobei der Schwerpunkt des Abschnittes auf der Rolle des Wehrdienstes innerhalb dieses Systems liegt. Die Nachweise im dritten Kapitel beschäftigen sich mit der Möglichkeit der Wehrdienstverweigerung und dem damit zu absolvierenden Wehrersatzdienstes, wobei hier besonders der Zivildienst von Bedeutung ist. Im darauffolgenden Kapitel wird die Frage gestellt, ob eine Freiwilligenarmee oder eine Berufsarmee eine sinnvolle Alternative zum aktuellen Wehrsystem sein könnten. Das fünfte Kapitel behandelt die Geschlechterproblematik und die Rolle der Frau in der Bundeswehr und im Rahmen des Wehrdienstes. Im sechsten und letzten Kapitel werden Nachweise zu Forschungsprojekten und Literatur angeführt, welche sich mit der Zukunft des Wehrdienstes auseinandersetzen.
Thesaurusschlagwörter Federal Armed Forces; compulsory military service; conscientious objector; community service; professional army; volunteerism; proportion of women; gender relations; Federal Republic of Germany; military policy; military; organizational structure; soldier
Klassifikation Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik; Organisationssoziologie, Militärsoziologie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2010
Erscheinungsort Bonn
Seitenangabe 79 S.
Schriftenreihe Recherche Spezial, 4/2010
ISSN 1866-5829
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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