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In search for the European social question : historicising European social policy

[Arbeitspapier]

Börner, Stefanie

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-366007

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Freie Universität Berlin, FB Politik- und Sozialwissenschaften, Institut für Soziologie, VW-Nachwuchsforschergruppe "Sozialraum Europa"
Abstract Wurde die Herausbildung europäischer Sozialpolit ik von einer spezifischen sozialen Frage geleitet oder handelt es sich dabei lediglic h um einen Prozess nachholender Integration und funktionaler Nebenwirkungen? Dieser Frage ge ht der vorliegende Beitrag nach und be- trachtet anknüpfend an Piersons historisch-i nstitutionalistischen Analyserahmen die histo- rischen Entwicklungslinien der sozialpolitischen Regelungen auf europäischer Ebene über einen längeren Untersuchungszeitraum hinweg. Die dadurch hervortretenden, sich langfris- tig entfaltenden Entwicklungslogiken und Aus weitungsdynamiken geben den Blick auf die Besonderheiten europäischer – also supranationaler – Sozialpolitik frei. Nach dem Vorbild historisch vergleichender und kontext-sens itiver Studien zur Entstehung des Wohlfahrts- staats untersucht der Beitrag das Wechselspi el institutioneller und makroökonomischer Faktoren sowie die Bedeutung neuer Ideen auf supranationaler Ebene für die Herausbil- dung von EU-Sozialpolitik. Dadurch wi rd zum einen die Unverwechselbarkeit europäischer Politik deutlich, zum anderen wird gezeigt, wi e sich die sozialpolitische Frage der EU lang- sam von einer den gemeinsamen Markt fördernden hin zu einer den Markt kompensieren- den Angelegenheit entwickelt. Der Beitrag verd eutlicht, wie aufgrund der sich gegenseitig verstärkenden Interaktionseffekte zwischen den einzelnen analytischen Dimensionen von Politikwandel die soziale Dimension Europas la ngsam auch zu einer Frage der Legitimation und Integration wird und somit das ursprüng lich anvisierte Ausmaß des Integrationspro- jekts weit übersteigt.

Social science scholars have learnt a great deal from comparative historical and historical institutionalist works. In combining different explanatory factors and considering longterm processes and path-dependencies these studies seem to be much more promising than neofunctionalist or intergovernmentalist perspectives that frame European social policy as spillover effect and negative integration. Therefore drawing on Pierson's historicalinstitutionalist approach this paper applies a long-term perspective to European social policy, in order to better understand its development and reform. Such a perspective reveals the distinctiveness of European social policy and points to an incremental shift in the rationales that have been driving social politics at the European level during the last decades: from a market-making issue the European social question evolved into a marketcompensating issue. The paper examines how institutional, macroeconomic and ideational factors have been shaping these problem definitions and argues that to the extent that those factors interact with and mutually reinforce each other, EU level social policy increasingly becomes involved in questions of legitimacy and social integration and thus by far exceeds the initially envisioned level of political integration.
Thesaurusschlagwörter European social policy; European integration; historical development; social policy; supranationality; welfare state; institutional factors; economic factors; Europeanization; European Policy; EU
Klassifikation Allgemeines, spezielle Theorien und Schulen, Methoden, Entwicklung und Geschichte der Sozialpolitik; Europapolitik
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2012
Erscheinungsort Leipzig
Seitenangabe 26 S.
Schriftenreihe SEU Working Papers, 3
ISSN 2193-8717
Status Preprint; begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht-kommerz.
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