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Geschichte und Theorie der abgestuften Integration Europas

[Arbeitspapier]

Keutel, Anja

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-365997

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Freie Universität Berlin, FB Politik- und Sozialwissenschaften, Institut für Soziologie, VW-Nachwuchsforschergruppe "Sozialraum Europa"
Abstract Die aktuelle "Euro-Krise" hat viele Europapolitiker dazu veranlasst, die bisherigen Integra- tionsstrategien der Europäischen Union verstärkt in Frage zu stellen. Mit Schlagwörtern wie "Kerneuropa" oder "Europa der zwei Geschwindigkeiten" wird zunehmend über die Etablierung alternativer, abgestufter Integrationsmethoden nachgedacht. So argumentiert selbst José Manuel Barroso im September 2011, die dringend notwendigen wirtschaft- und währungspolitischen Reformen der Europäisch en Union könnten angesichts der Blockadehaltung einiger Mitgliedstaaten nur auf dem Wege der abgestuften Integration umgesetzt werden. Die aktuelle Brisanz dieser Debatte und die steigende Anzahl der Forderungen nach einem abgestuften Europa werden hier zum Anlass genommen, um der Frage nachzugehen, welche Erfahrungen die EU bereits mit der Anwendung abgestufter Integrationsstrategien hat. Was bedeutet überhaupt die Rede von einem „Kerneuropa“ oder einem „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ und welche politischen Konzepte wurden in diesem Bereich bisher entwickelt? Ein historischer Überblick über die Ideen einer abgestuften Integration Europas zeigt zunächst, dass diese Strategien keineswegs neu sind, sondern schon seit Beginn der Integrationsentwicklung von verschiedenen politischen Akteuren entwickelt wurden. Im empirischen Teil des Papers wird anschließend die Frage diskutiert, inwieweit diese Ideen im Laufe der europäischen Integration bereits verwirklicht wurden. Der Versuch, die Entstehung von abgestuften Integrationsideen und -strukturen theoretisch zu erklären, schließt das Paper ab.

The current "Euro-Crisis" caused many European politicians to challenge the common strategy of European integration. They consider new strategies, such as the method of differentiated integration. In reference to the continuous vetos of some member states, even José Manuel Barroso argued in September 2011 that the European Union can realise the sorely needed politico-economic reforms in the way of differentiated integration only. In the light of this debate it seems vital to analyze the history and the theory of differentiated integration in this essay. The essay intends to show what it means, when European politicians talk about "Kerneuropa" (Core Europe) or "Europa der zwei Geschwindigkeiten" (Two-paced Europe). A historical overview will evidence that these ideas of a differentiated integration are not new but have indeed been present from the very beginning of the development of the European Communities. Subsequently, the paper will explore the empirical question whether these ideas have ever been realised. The conclusion of this paper will attempt to provide a theoretical explanation of the development of these ideas and structures of differentiated integration in the European history.
Thesaurusschlagwörter European Policy; European integration; integration strategy; economic policy; monetary union; integration policy; EU expansion; EU; EC
Klassifikation Europapolitik
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2012
Erscheinungsort Leipzig
Seitenangabe 24 S.
Schriftenreihe SEU Working Papers, 2
ISSN 2193-8717
Status Preprint; begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht-kommerz.
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