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Did the economic crisis affect income inequality and poverty in Germany? SOEP-based analyses, 2002-2009

[Arbeitspapier]

Faik, Jürgen

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-364592

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber FaMa - Neue Frankfurter Sozialforschung
Abstract Based on data from the German Socio-Economic Panel (SOEP), income inequality and poverty in Germany from 2002 to 2009, i. e. economic well-being of different social groups in front of and during the economic crisis in the years 2008/09, are considered. Concretely, changes of structures in different income areas of German income distribution are taken into account by a new method for measuring inequality and poverty. The key elements of this new method are a) well-being orientations on group-specific well-being levels and b) the usage of variable equivalence scales for the different income areas. On this basis, results of binary logistical regressions are presented. It is tested whether a person belongs to a certain income area or not. In this context, the likelihood of unemployed persons for being located in the low-income area (weakly) increased between 2008 and 2009. Such microeconomic calculations are contrasted with macroeconomic variables and their development over time. The macroeconomic variables considered in this context are economic growth, inflation, and general unemployment. Additionally, income dynamics especially during crisis is captured via transition matrices. For instance, between 2008 and 2009 the share of persons, who stayed within the poverty area, grew by five percentage points, compared with 2007/2008. All in all, the paper’s findings produce valuable insights into cross-sectional and longitudinal effects of the crisis on inequality and poverty in Germany.

Auf der Basis von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) werden Einkommensungleichheit und -armut in Deutschland von 2002 bis 2009, d.h. der Wohlstand verschiedener sozialer Gruppen vor und während der ökonomischen Krise in den Jahren 2008/09, untersucht. Konkret handelt es sich hierbei um die Verteilungsstrukturen in verschiedenen Einkommensbereichen, welche auf der Grundlage einer neuen Methode zur Messung von Ungleichheit und Armut ermittelt werden. Die Hauptelemente dieser neuen Methode sind a) Wohlstandsorientierungen an gruppenspezifischen Wohlstandsniveaus und b) die Nutzung variabler Äquivalenzskalen für die verschiedenen Einkommensbereiche. Auf dieser Basis werden Ergebnisse von binären logistischen Regressionen präsentiert. Es wird getestet, ob eine Person zu einem bestimmten Einkommensbereich gehört oder nicht. Hierbei ist die Wahrscheinlichkeit für arbeitslose Personen, dem unteren Einkommensbereich anzugehören, zwischen 2008 und 2009 (schwach) gestiegen. Solche mikroökonomischen Berechnungen werden mit makroökonomischen Variablen und deren zeitlichen Entwicklung konfrontiert. Die in diesem Kontext betrachteten makroökonomischen Variablen sind ökonomisches Wachstum, Inflation und allgemeine Arbeitslosigkeit. Zusätzlich wird mit Hilfe von Übergangsmatrizen die Einkommensdynamik insbesondere während der Krise erfasst. Hierbei zeigt sich z.B., dass zwischen 2008 und 2009 der Anteil von Personen, welche im Armutsbereich verblieben sind, um fünf Prozentpunkte gestiegen ist – verglichen mit 2007/08. Alles in allem erlauben die Ergebnisse des Diskussionspapiers wertvolle Einblicke in die Quer- und Längsschnitteffekte der Krise in Bezug auf Ungleichheit und Armut in Deutschland.
Thesaurusschlagwörter difference in income; income distribution; inequality; poverty; prosperity; group; economic crisis; Federal Republic of Germany
Klassifikation Volkswirtschaftstheorie; soziale Probleme
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2011
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe 24 S.
Schriftenreihe FaMa-Diskussionspapier, 3/2011
ISSN 1869-1935
Status Erstveröffentlichung; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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