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Dritte Welt, globaler Islam und Pragmatismus: wie die Außenpolitik Irans gemacht wird

The Third World, global Islam and pragmatism: the making of Iranian foreign policy
[Forschungsbericht]

Posch, Walter

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-362096

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract "Die Islamische Republik Iran ist einer der letzten Nationalstaaten, die sich strategisch und ideologisch bewusst in einen Gegensatz zu den USA stellen. Die Gründe hierfür liegen in der iranischen Geschichte des 20. Jahrhunderts sowie, aus Sicht des Regimes in Teheran, im islamischen Charakter und persischen Eigenheiten des Landes. Vor allem in der westlichen Welt herrscht mehr als dreißig Jahre nach der Islamischen Revolution nach wie vor Unklarheit darüber, welcher Ideologie die 'Islamische Republik Iran' eigentlich anhängt und daraus folgend an welchen Grundsätzen und Zielen sich die Außenpolitik des Landes orientiert. Die Meinungen dazu sind einerseits von Misstrauen gegenüber der islamischen Natur des Regimes oder gar Furcht vor religiösem Fundamentalismus bestimmt, andererseits von Überraschung über den Pragmatismus in der iranischen Außenpolitik. Je nachdem, welche Wahrnehmung überwiegt, führt dies zu zwei gegenteiligen Beurteilungen der Islamischen Republik: der Behauptung, ihre Politik sei von religiösem Irrationalismus dominiert, der in Kombination mit dem iranischen Nuklearprogramm eine globale Bedrohung darstelle, weshalb die internationale Gemeinschaft diesem Programm wiederum energisch entgegentreten müsse; und der gegenteiligen Auffassung, nach der die Ideologie nur schmückendes Beiwerk eines rational und interessengeleitet handelnden Nationalstaats ist. Betrachtet man die Schwerpunkte der iranischen Außenpolitik genauer, so ist für sich gesehen keine der beiden Positionen haltbar." (Autorenreferat)

"The Islamic Republic of Iran is one of the last nation states to deliberately position itself strategically and ideologically in opposition to the United States. The reasons for this lie in the history of Iran in the twentieth century and – in the view of the regime in Tehran – in the Islamic character and specifically Persian features of the country. Thirty years after the Islamic revolution the Western world is still unsure what ideology the Islamic Republic of Iran espouses and hence which principles and goals guide its foreign policy. The spectrum of opinions ranges from mistrust of an Islamic regime and fear of religious fundamentalism to surprise at the pragmatism of Iranian foreign policy. Depending on which of these perceptions prevails, this leads to two opposing assessments of Iran: either that its policies are dominated by religious irrationalism, which combined with the Iranian nuclear programme represents a global threat – adherents of this view believe the international community should rigorously oppose this programme; or the opposite view that ideology is only window dressing for a nation-state acting rationally in defence of its own interests. A closer look at the main priorities of Iranian foreign policy reveals that neither of these positions is tenable in itself." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Iran; foreign policy; ideology; cultural factors; pragmatism; pressure-group politics; instrument of state; constitution; anti-Americanism; United States of America; non-aligned country; Afghanistan; Central Asia; economic factors; defense policy; nuclear weapon; Third World; Middle East; Persian Gulf; Saudi Arabia; Turkey; Syria; Islam; Islamic society
Klassifikation internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2013
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 33 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, 4/2013
ISSN 1611-6372
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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