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Bruchlinien der Revolution: Akteure, Lager und Konflikte im neuen Libyen

Fault lines of the revolution: political actors, camps and conflicts in the new Libya
[Forschungsbericht]

Lacher, Wolfram

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-361606

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract "Unter den Staaten des Arabischen Frühlings hat Libyen die bisher wohl tiefsten Umwälzungen erfahren. Eine solche Vielzahl von Akteuren ist auf den Plan getreten, dass die politische Arena des Landes kaum zu überblicken ist. Dass sich externe Beobachterinnen und Beobachter schwer damit tun, die einzelnen Personen und Gruppierungen zu identifizieren und einzuordnen, liegt nicht nur an unklaren Machtverhältnissen und institutionellem Chaos. Es mangelt auch an Untersuchungen zu den Kräften, die sich im Zuge der Revolution formiert haben. Die Studie soll hier Abhilfe schaffen. Sie bietet eine Analyse der Akteurinnen und Akteure, die heute das Geschehen in Libyen bestimmen – ihrer Interessen und Allianzen sowie der Konfliktlinien, die zwischen ihnen entstehen. Das neue Libyen ist tief gespalten. Innerhalb einer zersplitterten, von lokalen Akteurinnen und Akteuren dominierten politischen Landschaft bilden sich zwei gegnerische Lager. Vertreterinnen und Vertreter jener Seite, die sich selbst als revolutionär bezeichnet, zielen auf einen umfassenden Elitenwechsel zu ihren Gunsten. Ihnen gegenüber steht ein heterogenes Lager aus etablierten, konservativen und moderaten Kräften, die um ihren Einfluss fürchten müssen und einen Schlussstrich unter die Umsturzphase ziehen wollen. Die Kluft zwischen beiden Seiten spaltet nicht nur den Nationalkongress. Sie verläuft auch zwischen Städten, Stämmen und verschiedenen Einheiten des Sicherheitssektors. Diese Bruchlinie wird aller Voraussicht nach den anstehenden Verfassungsprozess dominieren. Weitaus weniger Konfliktpotential birgt dagegen die Frage nach der Rolle des Islam. Eine Folge des Bürgerkriegs sind der Aufstieg lokaler Interessengruppen und die relative Schwäche der Zentralregierung – dies dürfte über Jahre hinweg ein prägendes Kennzeichen libyscher Politik bleiben." (Autorenreferat)

"Of all the states affected by the Arab Spring, Libya has experienced the deepest transformation to date. The diversity of actors emerging on the political scene is staggering. A confusing array of forces and institutional chaos are not the only reasons why external observers have trouble identifying and placing political actors in Libya. There is also a dearth of research on the political forces that emerged during the course of the revolution. The present study offers an analysis of the actors shaping events in Libya today, their interests and alliances, and the rifts that separate them. The new Libya is deeply divided. Two opposing camps are emerging from a fragmented political landscape dominated by local actors. Representatives of forces presenting themselves as revolutionary seek root-and-branch renewal of the political and business elite to their advantage. They face a heterogeneous camp of established, moderate and conservative forces that seek to draw a line under the period of upheaval, and fear further loss of influence. This rift runs right through the General National Congress, but also between individual cities and tribes, and between different elements in the security sector. It will in all likelihood dominate the upcoming constitutional process. The question of the role of Islam contains much less potential for conflict. Another consequence of the civil war, the rise of local interest groups and the relative weakness of the central government, is likely to remain a defining feature of Libyan politics for years to come." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Libya; revolution; domestic policy; political conflict; political actor; domestic security; Islam; power struggle; parliament; government; minority; ethnic group; judiciary; judicial power; reconciliation; economic policy; public budget
Klassifikation Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik; Staat, staatliche Organisationsformen
Freie Schlagwörter Nachkonfliktphase; Übergang zwischen politischen Systemen; Sicherheitsorgane; Verhältnis Zentralregierung - Region
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2013
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 37 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, 5/2013
ISSN 1611-6372
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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