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Der orchestrierte Meinungswandel: das institutionelle Projekt der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft unter neo-institutionalistischer Perspektive

[Diplomarbeit]

Molzberger, Kaspar

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-361520

Weitere Angaben:
Abstract Die vorliegende Diplomarbeit untersucht ausgehend vom sich wandelnden Muster organisierter Interessenvertretung die Reformagentur „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM). Hierzu werden in einem ersten Schritt die strukturellen Bedingungen der Möglichkeit dieser als Organisation verstandenen Initiative ergründet, indem nach den gesellschaftlichen Erwartungen aus Politik, Beratung, Zivilgesellschaft und Medien – verstanden als relevantes organisationales Feld – gefragt wird. Es soll dargelegt werden, wie Institutionen und ihre spezifischen „scripts“ derartige wissenschaftliche Politikberatungseinrichtungen (sog. Think-Tanks) in Erscheinung und Aktivität wesentlich mitprägen. Nach dieser Verortung folgt im zweiten, wesentlichen Schritt eine rekonstruktive Analyse der Wirkmächtigkeit, der feldspezifischen Effekte, die die Reforminitiative entfaltet. Besonderes Augenmerk möchte die neo-institutionalistische Arbeit dabei im empirischen Teil auf den dynamischen Zusammenhang von institutionellen Logiken, Machtkonstellationen und strategischen Interessen legen. Dieser wird für die INSM historisch spezifisch rekonstruiert, um so zu einer komplexen Sicht auf die sich wandelnden, teils paradoxen Vermittlungsmechanismen zwischen Politik, Medien, Wissenschaft und Wirtschaft zu gelangen. Diese Aufgabe soll im empirischen Teil der Arbeit eine von Reiner Keller entlehnte wissenssoziologische Diskursanalyse leisten. Sie analysiert anhand wesentlicher, textbasierter Ereignisse (wie etwa Thesenpapiere, Podiumsbeiträge, Zeitungsartikel, Buchveröffentlichungen, Skriptaufzeichnungen, Award-Verleihungen) des öffentlichen Reformdiskurses der letzten zehn Jahre einerseits, welche Wissenspolitik die INSM inhaltlich verfolgt. Andererseits will sie im Zuge der Analyse der durch die INSM hervorgebrachten Organisationspraktiken aufzeigen, welche diskursiven Prozesse den Wandel der politischen Öffentlichkeit konstituieren und worin letztlich die direktive Leistung der INSM dabei besteht.
Thesaurusschlagwörter lobby; political consulting; representation of interests; pressure-group politics; neoinstitutionalism; discourse analysis; institutionalization; sociology of knowledge; Federal Republic of Germany; public relations work; political reform; reform policy; political strategy; political elite; organizational structure; opinion formation; political opinion; political decision; decision making; scientific institution
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur
Freie Schlagwörter INSM; Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2010
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe 134 S.
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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