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Indien als Regionalmacht und Chinas wachsender Einfluss in Südasien

[Forschungsbericht]

Wagner, Christian

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-361408

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract Seit seiner wirtschaftlichen Liberalisierung 1991 definiert Indien seine Rolle als Regionalmacht immer stärker wirtschafts- statt sicherheitspolitisch. Es sieht Südasien heute weniger als Teil seiner nationalen Sicherheit, sondern vor allem als Teil seiner wirtschaftlichen Entwicklung. Indien fördert deshalb (regionale) öffentliche Güter wie die Schaffung eines südasiatischen Marktes durch den Ausbau des regionalen Handels, um damit auch seinen Anspruch als Regionalmacht zu untermauern. Zugleich hat aber auch China seine politischen, wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen zu Indiens Nachbarstaaten deutlich ausgebaut. Chinas wachsendes Engagement in Südasien setzt den indischen Regionalmachtambitionen enge Grenzen. Indiens Anspruch auf Regionalmachtstatus wurde von den Nachbarstaaten nie akzeptiert. Sie haben immer wieder versucht, ihre bilateralen Konflikte mit Indien durch die Einbeziehung »externer« Großmächte wie China zu internationalisieren. China verfügt deshalb zum Teil über bessere politische und militärische Beziehungen zu den Staaten der Region als Indien. Indien bemüht sich zwar durch einseitige Konzessionen gegenüber seinen Nachbarn und den Ausbau der Infrastruktur, den Handel zu verbessern und einen südasiatischen Markt zu schaffen, doch ist China wirtschaftlich für die Nachbarstaaten ein mindestens ebenso attraktiver Partner. Deutsche und europäische Politik sollten sich der Grenzen indischer Regionalmachtambitionen in der südasiatischen Krisenregion gewahr sein. Die indische Demokratie mag ein Stabilitätsanker in Südasien sein, verfügt aber weder über den politischen Willen noch die außenpolitischen Instrumente, um zum Beispiel als Partner für deutsche und europäische Politik in Fragen von Krisen- und Konfliktbewältigung zu fungieren. (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter India; South Asia; China; foreign policy; state formation; Pakistan; Sri Lanka; Bangladesh; Nepal; economic relations; foreign trade; international security
Klassifikation internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Freie Schlagwörter Status und Rolle im internationalen System; Regionale Führungsmacht
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2012
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 18 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, 21/2012
ISSN 1611-6372
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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