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Fallstudie "Endingen-Amoltern und Endingen-Königschaffhausen (Kaiserstuhl)"

Case study “Endingen-Amoltern and Endingen-Königschaffhausen (Kaiserstuhl)”
[Sammelwerksbeitrag]

Korff, Cornelia; Passon, Jacqueline

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-360336

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Akademie für Raumforschung und Landesplanung - Leibniz-Forum für Raumwissenschaften
Abstract Innerhalb der letzten Jahrzehnte hat sich der agrarstrukturelle Wandel als der wichtigste Prozess bei der Umgestaltung der Kulturlandschaft am Kaiserstuhl erwiesen. Die für den Kaiserstuhl charakteristische Umwandlung der landwirtschaftlichen Betriebe von Gemischtbetrieben mit Acker- und Rebflächen, Obstbau und mit bescheidener Viehhaltung zu spezialisierten Wein- und Obsthöfen spiegelt sich im Landschaftsbild ebenso wider wie die für die Aufrechterhaltung und Spezialisierung der Landwirtschaft nötigen Maßnahmen der Rationalisierungen und Flurneuordnungen. Dennoch finden sich noch heute Reste früherer Bewirtschaftungsformen wie z. B. die immer noch beachtliche Gemengelage relativ kleiner Parzellen oder schmale, nicht durch Umlegungen überformte Terrassen. Anpassungsvorgänge sind für die Erhaltung einer wettbewerbsfähigen Landwirtschaft unausweichlich und sie werden auch weiterhin das Verschwinden traditioneller Kulturlandschaftselemente zur Folge haben. Amoltern und Königschaffhausen, in den 1970er Jahren in die Kleinstadt Endingen am Kaiserstuhl eingemeindet, sind noch heute in ihrer Siedlungsstruktur wie in der Flächennutzung ländlich geprägte Ortsteile, in denen die Landwirtschaft – überwiegend im Nebenerwerb betrieben – noch immer eine wichtige Rolle spielt. Beide Orte sind, trotz unterschiedlicher Versorgungsinfrastruktur und Ausstattung mit außerlandwirtschaftlichen Arbeitsplätzen, nicht von nennenswerten Wegzügen betroffen. Sie haben Neubaugebiete ausgewiesen und haben im Ortskern keine nennenswerten Leerstände. Obwohl sie nicht zum suburbanen Raum zählen, können sie doch vom Arbeitsplatzangebot der kleinen und mittleren Zentren im weiteren Umkreis profitieren und haben relativ gute Entwicklungschancen.

In recent decades change in agricultural structure has proved to be the most important process in the transformation of the Kaiserstuhl cultural landscape. Characteristic for the Kaiserstuhl is the transformation of agricultural enterprises from mixed farming with arable land, vine and fruit cultivation, and modest livestock holding, to specialised vineyards and fruit farms. This transformation is reflected in the landscape, as are the measures of rationalisation and land consolidation necessary to ensure the maintenance of agriculture and allow such specialisation. Nonetheless there are still today remains of past forms of farming such as, for example, the still significant melange of relatively small plots of land or narrow terraces that have not been modified. For the preservation of competitive farming, processes of adjustment are unavoidable and they will continue to result in the disappearance of traditional cultural landscape elements. Amoltern and Königschaffhausen, that were incorporated into the town of Endingen am Kaiserstuhl in the 1970s, are today still predominately rural districts both in terms of their settlement structure and their land use. Agriculture, usually carried out as a secondary occupation, continues to play an important role here. Despite differing service provision and non-agricultural employment opportunities, neither location has been affected by appreciable outwards migration. There are planned areas for new building and vacancy rates in the town centres are unappreciable. Although the settlements are not part of suburban space they are able to profit from employment opportunities in the smaller and medium-sized centres in the surrounding area and have relatively good development chances.
Thesaurusschlagwörter rural area; Baden-Württemberg; Federal Republic of Germany; cultural landscape; historical development; agrarian structure; structural change; area utilization; land use; regional planning; agricultural development; settlement; development; development potential
Klassifikation Raumplanung und Regionalforschung
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Die Kulturlandschaft des ländlichen Raums in Baden-Württemberg
Herausgeber Heinl, Thomas; Stadelbauer, Jörg
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2013
Verlag Verl. d. ARL
Erscheinungsort Hannover
Seitenangabe S. 119-145
Schriftenreihe Arbeitsmaterial, 359
ISSN 0946-7807
ISBN 978-3-88838-359-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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