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Musterland mit Schwächen : Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung in der Schweiz

Model country with weaknesses : development of the economy and the labor market in Switzerland
[Forschungsbericht]

Schulte, Martin

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-359866

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Institut für Wirtschaft und Gesellschaft Bonn e.V. (IWG)
Abstract "Die Schweiz wird aufgrund ihres hohen Wohlstands- und Beschäftigungsniveaus und der niedrigen Arbeitslosigkeit häufig als Musterland bezeichnet. Bei einer genaueren Betrachtung muss dieses Bild allerdings relativiert werden. Zwar ist die Schweiz noch immer eines der reichsten Länder der Welt. Im internationalen Vergleich fiel sie jedoch in der jüngeren Vergangenheit bei zentralen Wohlstandsindikatoren zurück. Mehr und mehr Länder überrunden die Eidgenossen beim Pro-Kopf-Einkommen und die Staatsverschuldung steigt fast nirgends so schnell wie in der Schweiz. Wesentliche Ursache hierfür ist die seit etwa drei Jahrzehnten andauernde Wachstumsschwäche. Nicht Deutschland, wie gemeinhin angenommen, sondern die Schweiz bildet in Europa seit geraumer Zeit das Schlusslicht beim Wirtschaftswachstum. Bleibt dieser Trend ungebrochen, wird die Schweiz ihren Wohlstandsvorsprung verlieren. Vorerst hat die Schweiz aber trotz des geringen Wirtschaftswachstums ein sehr hohes Beschäftigungsniveau und eine niedrige Arbeitslosigkeit. Doch hat dieser Arbeitsmarkterfolg auch Schattenseiten. Einerseits ist der Arbeitsmarkt sehr flexibel, die Abgabenbelastung gering, das Qualifikationsniveau der Erwerbstätigen hoch, die Zuwanderungspolitik an den Interessen der Wirtschaft orientiert und das Arbeitsethos stark ausgeprägt. In ihrer Gesamtheit tragen diese Faktoren zur hohen Beschäftigung bei und helfen insbesondere, die Arbeitslosigkeit trotz des geringen Wachstums in Grenzen zu halten. Andererseits wird in der Schweiz ein großer Teil der Arbeitsplätze durch privaten und öffentlichen Protektionismus sowie Subventionen gesichert. Diese Form der Beschäftigungssicherung ist jedoch nicht nachhaltig und wird auf Dauer nicht aufrecht zu erhalten sein. Denn die anhaltende Wachstumsschwäche hat nicht zuletzt ihren wesentlichen Grund in diesen Wettbewerbsbeschränkungen. Der hohe Beschäftigtenstand ist mit einer nachlassenden gesamtwirtschaftlichen Dynamik und indirekt mit steigenden staatlichen Abgaben und Schulden teuer erkauft. Den Preis heutiger Arbeitsplatzsicherung müssen auch künftige Generationen bezahlen." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter economic development (on national level); labor market trend; Switzerland; unemployment; prosperity; economic growth; protectionism; policy of granting subsidies; job security; national debt
Klassifikation Volkswirtschaftstheorie; Arbeitsmarktforschung
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2004
Erscheinungsort Bonn
Seitenangabe 44 S.
Schriftenreihe IWG Impulse
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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