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Der Gedanke des Ausgleichs und die Ursprünge des Leitbildes der "gleichwertigen Lebensbedingungen"

The concept of balance and the origins of the principle of securing “parity of living conditions”
[Sammelwerksbeitrag]

Leendertz, Ariane

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-359847

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Akademie für Raumforschung und Landesplanung - Leibniz-Forum für Raumwissenschaften; Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Abstract Die Ursprünge des Leitbildes der "gleichwertigen Lebensbedingungen", das in den sechziger und siebziger Jahren in der Bundesrepublik im Zentrum raumplanerischer Zielsetzungen stand, lagen bereits in den zwanziger Jahren. In den dreißiger Jahren etablierte sich die Forderung nach einem räumlichen und sozialen Ausgleich zwischen den verschiedenen Regionen des Deutschen Reiches. Dabei spielten sowohl die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise als auch die Implikationen der Volksgemeinschaftsideologie eine entscheidende Rolle. Unter dem Paradigma des Ausgleichs wurde es zum Ziel einer strukturpolitisch ausgerichteten Raumordnung und Landesplanung, räumliche und soziale Gefälle zu entschärfen und auf eine "Angleichung" der Lebensbedingungen im gesamten Reich hinzuarbeiten. Auch in der unmittelbaren Nachkriegszeit sowie in den fünfziger Jahren blieb der Gedanke des Ausgleichs in der deutschen Raumplanung prägend und schlug sich schließlich im Leitbild der "gleichwertigen Lebensbedingungen" nieder.

The origins of the principle of securing "parity of living conditions", a notion at the very core of spatial-planning goals in the Federal Republic in the 1960s and ’70s, can be traced all the way back to the 1920s. In the 1930s the call came to be accepted to establish balance - both social and in respect of spatial development - between the various regions within the territory of the Third Reich. The key factors behind this were not only the effects of the world economic crisis, but also the implications of the Volksgemeinschaftsideologie, the ideology of a community of the people. Under the paradigm of creating balance, and guided by its structure-policy remit, the aim of both nationaland state-level planning became that of redressing spatial and social disparities with the goal of creating parity in respect of living conditions throughout the entire Reich. Spatial planning in Germany continued to be shaped by the concept of balance both in the early post-war years and throughout the 1950s. This concern was enshrined ultimately in the principle of establishing "gleichwertige Lebensbedingungen" - parity of living conditions.
Thesaurusschlagwörter zoning; spatial planning; regional planning policy; example; living conditions; social inequality; structural policy; state planning; German Reich; Federal Republic of Germany
Klassifikation Raumplanung und Regionalforschung
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Vom Dritten Reich zur Bundesrepublik : Beiträge einer Tagung zur Geschichte von Raumforschung und Raumplanung am 12. und 13. Juni 2008 in Leipzig
Herausgeber Mäding, Heinrich; Strubelt, Wendelin
Konferenz Tagung "Geschichte der Raumplanung: vom Dritten Reich zur Bundesrepublik". Leipzig, 2008
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2009
Verlag Verl. d. ARL
Erscheinungsort Hannover
Seitenangabe S. 210-225
Schriftenreihe Arbeitsmaterial, 346
ISSN 0946-7807
ISBN 978-3-88838-346-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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