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Wirtschaftliches Maximum, völkisches Optimum: Raumwirtschaftstheorie und -politik bei Andreas Predöhl

Economic maximisation, racial optimisation: the spatial economic theory and policy of Andreas Predöhl
[Sammelwerksbeitrag]

Scheuplein, Christoph

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-359652

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Akademie für Raumforschung und Landesplanung - Leibniz-Forum für Raumwissenschaften; Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Abstract Andreas Predöhl (1893–1974) war ein am Institut für Wirtschaftsforschung Kiel, ausgebildeter Wirtschaftswissenschaftler. Sozialdemokratisch orientiert und durch seine neoklassisch basierte Raumwirtschaftstheorie ausgewiesen, galt er in der Weimarer Republik als Hoffnungsträger einer theoretisch versierten Volkswirtschaftslehre. Nach dem Machtwechsel richtete er seine Arbeit an den Zielen des Regimes aus. Von 1934 bis 1945 amtierte er als Direktor des Instituts für Weltwirtschaft und war an regionalwirtschaftlichen Forschungsprojekten für eine Vielzahl von staatlichen Stellen beteiligt, insbesondere für die wehrwirtschaftliche Planung im Zweiten Weltkrieg. Er entwarf eine räumlich dimensionierte Entwicklungstheorie des Kapitalismus, die die Bildung eines Großwirtschaftsraumes legitimierte. Nach 1945 reformulierte er dies als eine Theorie regionaler Integration. In dem Beitrag wird die Umformung von einem rationaldeduktiven zu einem historisch-soziologischen Theorieansatz nachgezeichnet.

Andreas Predöhl (1893–1974) was a trained economist working at the Institute for Economic Research in Kiel. Leaning politically towards the Social Democrats, and renowned for his neo-classically based theory of spatial economy, he was regarded during the Weimar Republic as the great hope of a theoretically underpinned science of political economics. With the change of power, his work now took its orientation from the goals of the new regime. From 1934 to 1945 he held the post of head of the Institute for World Economy and was involved in a number of research projects on regional economics for a host of state institutions; in particular he was involved in planning the military economy during the Second World War. He was the author of a spatially dimensioned theory of the development of capitalism, which legitimised the establishment of a greater economic area. After 1945, he recast this theory as a theory of regional integration. This paper traces the transformation of his theoretical approach from rational/deductive to historical/sociological.
Thesaurusschlagwörter historical development; theoretical economics; spatial planning; zoning; regional planning policy; neoclassical theory; Weimar Republic (Germany, 1918-33); Third Reich
Klassifikation Allgemeines, spezielle Theorien und "Schulen", Methoden, Entwicklung und Geschichte der Wirtschaftswissenschaften
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Vom Dritten Reich zur Bundesrepublik : Beiträge einer Tagung zur Geschichte von Raumforschung und Raumplanung am 12. und 13. Juni 2008 in Leipzig
Herausgeber Mäding, Heinrich; Strubelt, Wendelin
Konferenz Geschichte der Raumplanung: Vom Dritten Reich zur Bundesrepublik. Leipzig, 2008
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2009
Verlag Verl. d. ARL
Erscheinungsort Hannover
Seitenangabe S. 84-106
Schriftenreihe Arbeitsmaterial, 346
ISSN 0946-7807
ISBN 978-3-88838-346-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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