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Die Auswirkungen des Gemeinschaftsrechts auf die Mitwirkung der Arbeitnehmer im Arbeits- und Gesundheitsschutz

[Zeitschriftenartikel]

Hernichel, Erhard

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-359230

Weitere Angaben:
Abstract "Die Rahmenrichtlinie 89/391/EWG bezweckt die Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer. Dabei wird einer Ausweitung der Mitwirkungsrechte der Arbeitnehmer besondere Bedeutung beigemessen. Vor dem Hintergrund der erheblichen Unterschiede der rechtlichen Ausgestaltung des Systems der industriellen Beziehungen in den einzelnen Mitgliedstaaten stößt dieses Vorhaben auf Schwierigkeiten. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit es dem Gemeinschaftsrechtssetzer gelungen ist, die Mitwirkungsrechte der Arbeitnehmer im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu stärken. Es zeigt sich, daß die Rahmenrichtlinie erstmals über die Zuerkennung von bloßen Informations-, Anhörungs- und Vorschlagsrechten hinausgeht und eine wirkliche Sicherheitspartnerschaft auf der Grundlage einer ausgewogenen Beteiligung der Arbeitnehmer fordert. Dies beinhaltet u.a. die Pflicht zur Durchführung von Verhandlungen über alle relevanten Fragen mit dem ernsten Willen zur Einigung. Die Durchführung der gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben zur Mitwirkung der Arbeitnehmer im Bereich des betrieblichen Arbeitsschutzes in den Mitgliedstaaten ist bislang nicht zufriedenstellend. Während diesbezüglich ein Umsetzungsakt in Deutschland gänzlich fehlt, weisen die entsprechenden Regelungen in Großbritannien, aber auch in Italien Defizite auf." (Autorenreferat)

"The directive 89/391/EEC seeks at the introduction of measures to encourage improvements in the safety and health of workers at work. In doing so special importance is attached to an extension of the participation rights of workers. Against the background of considerable differences of the legal structure of the industrial relations system of the member states this purpose encounters a number of difficulties. This article deals with the question, of how far the community legislator has succeeded in strengthening the participation rights of the workers in the field of safety and health. It shows the directive, for the first time, goes beyond the adjudication of mere rights of information, and consultation, and makes proposals requiring all questions related to matters of health and safety at work to be handled in a true partnership for safety on the basis of employee participation. This includes among other things the obligation to negotiate about all relevant questions in good faith will to come to an agreement. The implementation of the community provisions regarding the participation of the workers in the field of safety and health in the member states up to now is not satisfactory. While legislation implementing the directive is entirely lacking in Germany, the corresponding laws in the UK and Italy also have notable shortcomings." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter occupational safety; on-the-job safety; European Law; European Court of Justice; jurisdiction; worker participation; industrial relations; workers' representation; collective bargaining; EU; European works council; basic directives
Klassifikation Industrie- und Betriebssoziologie, Arbeitssoziologie, industrielle Beziehungen; Europapolitik
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1995
Seitenangabe S. 274-292
Zeitschriftentitel Industrielle Beziehungen : Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management, 2 (1995) 3
ISSN 0943-2779
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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