%T Strukturelle und ethische Aspekte zur Lehr-, Lern- und Prüfungssituation
%A Luedtke, Jens
%J Sozialwissenschaften und Berufspraxis
%N 3
%P 283-295
%V 15
%D 1992
%= 2009-01-29T14:53:00Z
%~ GESIS
%> http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-35828
%X Der vorliegende Beitrag zeigt aus studentischer Perspektive Mängel des soziologischen Ethik-Kodex auf, der Fragen der Lehre nur ungenügend behandelt. Angesichts der Arbeitsmarktlage für Soziologen muß erneut die Frage nach der Bedeutung und Ausgestaltung von (Abschluß-)Prüfungen im Fach Soziologie und deren Bedeutung für die formale und inhaltliche Eignung für bestimmte Tätigkeitsbereiche gestellt werden. Daraus leitet sich die Überlegung ab, ob Lehrstuhlinhaber der im Ethik-Kodex beschriebenen sozialen Verantwortung in der Rolle des Lehrenden in der Art, wie Studium und Prüfung stattfinden, inhaltlich überhaupt noch nachkommen können. Sowohl das in der Lehr- und Prüfungssituation liegende Hierarchie-, bzw. Herrschaftsgefälle als auch die in dieser Situation produzierte Konkurrenzsituation im Zuge der Wissensproduktion und Erkenntnisfindung besitzen ethische Implikationen für den wissenschaftlichen Nachwuchs und (re-)produzieren wiederum eine spezifische Form von 'Lernethik' bei Studierenden. Angesichts der momentanen Lernethik der Studenten, die durch Momente der selektiven Wahrnehmung und der 'sozialen Erwünschtheit' und einer Prüfungssituation, bei der es an Praxisrelevanz und formaler Gleichheit/Gerechtigkeit mangelt, kommt der Autor abschließend zu weitergehenden Überlegungen, die über den Ethik-Kodex hinaus zu einer inhaltlichen Standardisierung des Soziologiestudiums und der Prüfungen beitragen könnten. (ICH)
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