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Der demographische Wandel in Bayern

The demographic change in Bavaria
[Sammelwerksbeitrag]

Koch, Reinhold

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-355791

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Akademie für Raumforschung und Landesplanung - Leibniz-Forum für Raumwissenschaften
Abstract Langfristig wird die Bevölkerung auch in Bayern, wie schon vorher im übrigen Deutschland, altern und schrumpfen. Bevölkerungswissenschaftler haben deutlich gemacht, dass auch massive Zuwanderung oder ein neuer Geburtenboom diesen Prozess allenfalls leicht bremsen könnte. Denn in etwa 20 Jahren wird die Babyboom- Generation der 1960er Jahre in Rente gehen. Auf der anderen Seite ist die Elterngeneration der 20- bis 35-Jährigen heute schon um 20 % schwächer besetzt als 1990. Die künftige Entwicklung der Einwohnerzahlen verläuft in den Landkreisen und kreisfreien Städten Bayerns unterschiedlich. Überdurchschnittlichen Bevölkerungszunahmen im Raum Ingolstadt-München stehen zum Teil erhebliche Verluste in den Landkreisen an den Außengrenzen Bayerns gegenüber. In den nächsten Jahren sind bei einem leichten gesamtbayerischen Wachstum der Bevölkerung erhebliche Umschichtungen in den regionalen Altersstrukturen und daraus resultierend geänderte Anforderungen an die Infrastruktur zu erwarten. Die Bewältigung der Auswirkungen des demographischen Wandels erfordert vor allem in zwei Bereichen einen regional differenzierten Handlungsbedarf: In den Umlandkreisen der Verdichtungsräume München und Nürnberg wird die Zahl der alten und hochbetagten Menschen überproportional stark zunehmen. Daraus resultiert ein erheblicher Bedarf an zusätzlicher ambulanter und stationärer Altenhilfe. In peripher gelegenen ländlichen Räumen birgt der demographische Wandel über die künftige Entwicklung des Erwerbspersonenangebots und der Arbeitskräftenachfrage das Risiko, dass der natürliche Bevölkerungsrückgang durch Abwanderung verstärkt wird. Gerade angesichts dieser Entwicklung hat die Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Landesteilen einen hohen Stellenwert. Während die Maßnahmen zur Abschwächung und Bewältigung der Änderungen in der Bevölkerungsstruktur vor allem im Bereich der Sozial-, Familien- und Bildungspolitik angesiedelt sind, ist zur Vermeidung der Abwanderung eine Vielzahl von Maßnahmen zur Stabilisierung der betroffenen Räume notwendig.

As previously for the rest of Germany, the population in Bavaria will age and decline. Demographers have shown that even massive immigration or a new baby-boom could at best slightly slow down this process. In approx. 20 years the baby-boom generation of the sixties will retire. On the other hand, the generation of parents of 20 to 35 years old has today already declined by 20 % in comparison to 1990. The future development of the population in the districts and county boroughs develops differently. Above average increases of population in the area of Ingolstadt-Munich are opposed by significant decreases in the districts at the outer borders of Bavaria. In the coming years, with a slight overall growth of population in Bavaria, significant restructuring of the regional age distribution with the resulting changed demands on the infrastructure are to be expected. Coping with the consequences of demographic changes requires regionally differentiated actions especially in two areas: In the surrounding areas of the conurbations Munich and Nuremberg the number of elderly and aged people will increase disproportionately. This results in a significant demand for additional outpatient and stationary care for the elderly. Besides the future development of labor force and demand for workers, in periphery rural regions the demographic change holds the risk, that the natural decline of population is increased by migration. Especially in view of this development, the safeguarding of equal living conditions in all parts of the country is very important. While the measures for the reduction and accomplishment of changes in the population structure are mainly located in the area of social-, family- and educational policy, a multitude of measures to avoid migration is necessary in order to stabilize the affected areas.
Thesaurusschlagwörter Bavaria; Federal Republic of Germany; population development; prognosis; age structure; immigration
Klassifikation Bevölkerung; Raumplanung und Regionalforschung
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Räumliche Konsequenzen des demographischen Wandels : T. 12, Demographischer Wandel und Raumentwicklung in Bayern
Herausgeber Breu, Christian
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2010
Verlag Verl. d. ARL
Erscheinungsort Hannover
Seitenangabe S. 22-44
Schriftenreihe Arbeitsmaterial, 356
ISSN 0946-7807
ISBN 978-3-88838-356-4
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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