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Hintergründe von Bildungserfolgen und -misserfolgen junger Migrant/innen

Settings for the educational success and failure of young migrants
[Zeitschriftenartikel]

Mansel, Jürgen; Spaiser, Viktoria

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-354624

Weitere Angaben:
Abstract "Der Anteil der Migrantenjugendlichen aus den klassischen Anwerbeländern, die ihre Schullaufbahn mit der Hochschulreife abschließen, hat sich in den vergangenen Dekaden nur geringfügig erhöht und liegt weiterhin bei einem Drittel der jungen Deutschen. Vor diesem Hintergrund wird der Frage nachgegangen, ob die geringe Schulerfolgsquote auch mit erfahrener Benachteiligung und Diskriminierung dieser Population im deutschen Schulwesen zu tun hat. Auf der Basis qualitativer Daten kann gezeigt werden, dass insbesondere in solchen Schulen, in welchen spezifische ethnische Gruppen eine Minderheit darstellen, Jugendliche mit Migrationshintergrund verstärkt unterschiedlichen Formen von Diskriminierung ausgesetzt sind. Gezeigt werden kann zugleich, dass erfahrene Diskriminierung insbesondere bei Jugendlichen aus bildungsnahen Familien eine Gegenwehr in der Form auslöst, dass sie als Ansporn dient, ihr Leistungsvermögen und ihr Können unter Beweis zu stellen. Für Jugendliche aus bildungsfernen Familien wird demgegenüber vermutet, dass Diskriminierung zu Lernblockaden z.B. in Form von geringem Interesse an den Unterrichtsinhalten führen kann. Die Befunde und auf der Basis der qualitativen Daten formulierten Annahmen werden abschließend vor dem Hintergrund vorliegender quantitativer Daten, die zwar keine Diskriminierungserfahrungen, aber damit zusammenhängende Einstellungen und Einschätzungen beinhalten, diskutiert." (Autorenreferat)

"In the last decades the proportion of immigrant youth from classical recruitment countries completing their school career with a higher education entrance qualification has increased only slightly and remains one third of young Germans acquiring a higher education entrance qualification. In light of this, the question will be pursued whether the rather low school success rates are linked to discrimination of young immigrants in the German school system. On the basis of qualitative data it can be shown that particularly in schools where specific ethnic groups are in the minority adolescents with an immigration background are increasingly exposed to different forms of discrimination. It can also be shown that experiencing discrimination causes resistance of youth from well-educated families in that it creates incentives for them to prove their capabilities and competencies. In contrast, it is assumed that in youth from educationally disadvantaged families discrimination will result in learning blocks such as a low interest in teaching content. Finally, the results and hypotheses based on qualitative data are discussed using quantitative data." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter migrant; adolescent; school success; discrimination; influence; teacher-pupil relationship; level of education attained; family socialization; equal opportunity; Federal Republic of Germany
Klassifikation Bildungs- und Erziehungssoziologie; Migration; Lehrende, Erziehende, Lernende
Methode empirisch; empirisch-qualitativ
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2010
Seitenangabe S. 209-225
Zeitschriftentitel Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, 5 (2010) 2
ISSN 1862-5002
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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