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Pastoral conflicts and state-building in the Ethiopian lowlands

Weidekonflikte und Staatsbildung im Äthiopischen Tiefland
[Zeitschriftenartikel]

Hagmann, Tobias; Mulugeta, Alemmaya

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-352927

Weitere Angaben:
Abstract "In diesem Aufsatz wird argumentiert, dass der äthiopische Staat eine Schlüsselrolle in der Rekonfiguration aktueller Gewaltkonflikte zwischen (agro-)pastoralen Gruppen im semi-ariden Tiefland spielt. In Abgrenzung zu primordialistischen Erklärungen von Gewalt und umweltkonflikttheoretischen Ansätzen machen die Autoren auf den sich verändernden politischen Kontext aufmerksam, in dem sich Konflikte zwischen nomadisierenden und sesshaften Viehzüchtern manifestieren. Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Auswirkungen des äthiopischen Staatsbildungsprozesses auf die Landnutzung und das Ressourcenmanagement im semiariden Raum, auf bestehende Konfliktlösungspraktiken traditioneller Autoritäten sowie auf die Konkurrenz um den Zugang zu Staatsressourcen. Als Ergebnis einer umfassenden vergleichenden Analyse vorliegender Studien identifizieren die Autoren die 1991 initiierte Dezentralisierung der Verwaltung als wichtigsten Motor gewalttätiger Auseinandersetzungen in Äthiopiens peripheren Teilstaaten. Das zunehmende Eingreifen des äthiopischen Nationalstaates in die Lebenswelten nomadisierender Viehzüchter politisiert deren Verwandtschaftsbeziehungen und Gruppenidentitäten und transformiert somit bestehende Konfliktursachen. Der ethnische Föderalismus multipliziert ethno-politische Forderungen, welche einer ausschließenden Gruppenlogik folgen. Zudem begünstigt er eine sesshaftere Lebensweise und Bewirtschaftung von Weideland sowie die Entstehung von Streitigkeiten zwischen benachbarten Viehzüchtern." (Autorenreferat)

"This paper draws attention to the central role played by the Ethiopian state in reconfiguring contemporary (agro- pastoral conflicts in its semi-arid lowlands. Contrary to primordialist and environmental conflict theories of pastoralist violence, we shed light on the changing political rationality of inter-group conflicts by retracing the multiple impacts of state-building on pastoral land tenure and resource governance, peacemaking and custom-mary authorities, and competition over state resources. Based on an extensive comparative review of recent case studies, post-1991 administrative decentralization is identified as a major driving force in struggles for re-sources between transhumant herders in Ethiopia's peripheral regions. The author's analysis emphasizes the politicization of kinship relations and group identities and the transformation of conflict motives under the influence of the gradual incorporation of (agro- pastoral groups into the Ethiopian nation-state. Ethnic federalism incites pastoralists to engage in parochial types of claim-making, to occupy territory on a more permanent basis and to become involved in 'politics of difference' with neighboring groups." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Ethiopia; Africa; conflict; national state; state formation; decentralization; lebenswelt; identification; identity formation; tradition; resources; animal husbandry; land utilization; administration; authority; deprivation; violence; nomad; conflict resolution; East Africa; developing country; Africa South of the Sahara
Klassifikation Wirtschafts- und Sozialgeographie; Agrarsoziologie; Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Methode deskriptive Studie; empirisch; empirisch-quantitativ
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2008
Seitenangabe S. 19-38
Zeitschriftentitel Afrika Spectrum, 43 (2008) 1
ISSN 0002-0397
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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