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Gelebte Montanmitbestimmung : Ergebnisse empirischer Untersuchungen in drei Unternehmen

Living co-determination : empirical inquiries in three companies
[Zeitschriftenartikel]

Lompe, Klaus; Weis, Hinrich

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-352847

Weitere Angaben:
Abstract "Die Montanmitbestimmung besteht in diesem Jahr 50 Jahre und galt bei ihrer Einführung als historischer Kompromiss zwischen Kapital und Arbeit, der Chancen für eine demokratische Kontrolle wirtschaftlicher Macht eröffnete. Dieses Modell einer qualifizierten Mitbestimmung steht jedoch im Zeitalter der Globalisierung vermehrt in der Kritik, da es nicht mehr in der Lage sei, den heutigen Anforderungen an modernes Wirtschaften effektiv zu begegnen. Vor diesem Hintergrund unterzogen wir die Realität der Montanmitbestimmung einer empirischen Analyse am Beispiel der Salzgitter AG/PPS GmbH und der EKO Stahl GmbH. Um die Entwicklung und Strukturmerkmale dieses Modells und ihre Bewertung durch die verschiedenen Akteursgruppen zu ermitteln, wurden Belegschaftsbefragungen an allen Standorten, 120 Experteninterviews mit betrieblichen und außerbetrieblichen Akteuren sowie eine breit angelegte Literatur- und Dokumentenanalyse durchgeführt. Als Ergebnis zeigt sich, dass die Montanmitbestimmung auch heute noch von den meisten Akteuren als ein hohes Gut angesehen wird, auch wenn Rollen, Aufgaben und Beziehungen der relevanten Mitbestimmungsträger sich nachhaltig geändert haben. Offensichtlich generiert das Modell weiterhin eine konsensorientierte Unternehmenskultur, die es auch unter heutigen Geschichtsbedingungen am ehesten ermöglicht, ökonomische und soziale Rationalitäten angemessen miteinander zu verknüpfen." (Autorenreferat)

"This year, codetermination in the coal and steel industries (‘Montanmitbestimmung’) celebrates the 50th anniversary of becoming law. At its introduction it was regarded as a historic compromise between capital and labour, which held out the prospect of democratic control of economic power. However, in the age of globalization, this concept of a qualified co-determination is under increasing criticism because it is no longer able to face effectively the demands of a modern economy. Against this background, practice of ‘Montanmitbestimmung’ has been investigated by means of case studies of Salzgitter AG, the PPS GmbH and EKO Stahl GmbH. In order to analyse the the performance of this model and its assessment by the different groups of protagonists, we interviewed employees on each location. We performed 120 interviews with internal and external experts and made an extensive analysis of literature and documents. Our results show that even today the ‘Montanmitbestimmung’ is regarded by most of the protagonists as a great benefit even if roles, assignments and relationships of the key actors of co-determination have greatly changed. It is clear that this concept generates a consensus-oriented management culture, which is probably the best way to resolve economic and social activities." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter codetermination; iron and steel industry; Federal Republic of Germany; works council; trade union; workers' representation; labor director; supervisory board; industrial relations; organizational culture; wage scale policy
Klassifikation Industrie- und Betriebssoziologie, Arbeitssoziologie, industrielle Beziehungen
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2001
Seitenangabe S. 408-429
Zeitschriftentitel Industrielle Beziehungen : Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management, 8 (2001) 4
ISSN 0943-2779
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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