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Ethische Grundpositionen und ihre Bedeutung bei der Rechtfertigung beruflicher Handlungen

Ehtical positions and their signficance for justifying career actions
[Forschungsbericht]

Witte, Erich H.

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-352503

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Universität Hamburg, Fak. für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft, FB Psychologie, Arbeitsbereich Sozialpsychologie
Abstract "Die empirische Ethikforschung wird aus der klassischen Moralforschung herausgelöst und in Verbindung mit anderen Schwerpunkten aus der Sozialpsychologie und Soziologie gebracht: Werte, Kultur, Gerechtigkeit, Attribution. Ferner wird auf weit zurückliegende Studien aufmerksam gemacht. Als Ergebnis dieser Überlegungen wird eine präskriptive Attributionsforschung vorgeschlagen, die die Rechtfertigung von Handlungen mit Hilfe der Angabe von Bedeutungsgewichten der klassischen vier ethischen Grundpositionen: Hedonismus, Intuitionismus, Utilitarismus und Deontologie, erfaßt. Mit Hilfe dieser vier ethischen Grundpositionen, die einmal über eine Fragebogentechnik und zum anderen über eine inhaltsanalytische Kategorisierung erfasst werden, wird das zugrundeliegende Motivmodell erfasst, das das Denkmodell der ursprünglichen Attributionsforschung ergänzt. Bei der Untersuchung der Rechtfertigung der eigenen Arbeitsleistung erkennt man deutlich einen Unterschied zwischen ost- und westdeutschen Arbeitnehmern. Die ostdeutschen Arbeitnehmer rechtfertigen ihre Leistungen stärker kollektivistisch über die Betonung von Utilitarismus und Deontologie. Ostdeutsche Pendler haben keine Rechtfertigungsmöglichkeiten mehr. Die westdeutschen Pendler bleiben dagegen stabil. Beim Vergleich der Rechtfertigung der Keimbahntherapie von drei unterschiedlichen Berufsgruppen aus der Wirtschaft, der Medizin und der Rechtsprechung zeigt sich eine Bevorzugung hedonistischer Positionen durch die Wirtschaftler und die Bevorzugung von Utilitarismus und Deontologie durch die Juristen und Mediziner. Das tiefere Verständnis von Erklärungen führt zur ursprünglichen, deskriptiven Attributionsforschung und das bessere Verständnis von Motivationen führt zur präskriptiven Attributionsforschung in Form der hier vorgeschlagen empirischen Ethikforschung."[Autorenreferat]

"The empirical research on ethics is cut off from the classical research on morality and the connexion to other crucial points of social psychology and sociologyis strengthened: values, culture, justice, attribution. Furthermore some founding studies of ethical research are given as hints of its tradition. As a consequence a prescriptive attribution research is proposed which concentrates on justifications of actions by weighting the importance of the four classical ethical positions why it was “good” that an action was chosen : hedonism, intuitionism, utilitarism, deontology. With the aim of these four basic positions the model of motivation is seized in supplement to the model of thinking in classical attribution theory. The first reported empirical study is based on a questionnaire of these four basic positions and the other uses a content analytic technique. In the first study the justification of the own performance on the job is analyzed by West- and East-German labourers. The East-Germans are more collectivistic weighting higher the utilitaristic and the deontological positions. The second study concentrates on the difference between the justifications of professions. Economists , physicians, and lawyers should justify the therapy of the human germ-cells. Economists are more hedonistic than the other two professions who are more utilitaristic and deontological. The deeper understanding of explanations leads to the classical attribution theories and the deeper understanding of motivations leads to our concept of prescriptive attributions based on the four ethical positions."[author´s abstract]
Thesaurusschlagwörter ethics; morality; occupational group; value-orientation; hedonism; utilitarism; job performance; employee; New Federal States; old federal states; Federal Republic of Germany; occupational identification; legitimation; attribution
Klassifikation Sozialpsychologie; Philosophie, Theologie
Methode deskriptive Studie; empirisch; empirisch-quantitativ; Theorieanwendung
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2001
Erscheinungsort Hamburg
Seitenangabe 24 S.
Schriftenreihe Hamburger Forschungsberichte zur Sozialpsychologie (HaFoS), 38
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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