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50 Jahre Arbeitsbeziehungen in Deutschland: eine Erfolgsgeschichte?

[Zeitschriftenartikel]

Markmann, Heinz

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-351048

Weitere Angaben:
Abstract "Zwischen den Verfassungsorganen Parlament und Exekutive auf der einen Seite und den autonomen Tarifvertragsparteien auf der anderen Seite besteht ein Spannungsverhältnis. Die letzteren haben aber ihre Regelungskompetenzen in den letzten 50 Jahren nicht mißbraucht. Dies gilt besonders für die Gewerkschaften, denn auf diese richtet sich vor allem die kritische Aufmerksamkeit. Von einer Gefährdung des Gemeinwohls durch einen Neo-Korporatismus kann keine Rede sein. Im Gegenteil: Durch ihre Gemeinwohlorientierung hat die deutsche Gewerkschaftsbewegung seit ihrer Wiederbegründung als Einheitsgewerkschaft wesentlich zum Wiederaufbau von Gesellschaft und Wirtschaft und zur politischen Stabilisierung der Bundesrepublik Deutschland beigetragen. Dies läßt sich durch ihr kooperatives Verhalten in der Tarifpolitik, in der Mitbestimmung, in ihrem Verhältnis zu den Parteien, zum Staat und zu den Kirchen, in der sozialen Selbstverwaltung, in der beruflichen Bildung belegen. Die großen Sozialverbände sind angesichts der Massenarbeitslosigkeit und der technikinduzierten Wandlungen in der Arbeitswelt, aber auch angesichts des Wandels der gesellschaftlichen Werte in die Krise geraten. Besonders die Gewerkschaften stehen vor der immensen Aufgabe, die Position der Arbeitnehmer in der post-industriellen Ära und ihre Schutz-, Ordnungs- und Gestaltungsstrategien neu zu definieren." (Autorenreferat)

"There is a tension in the relationship between the constitutional bodies of parliament and executive on the one hand, and the autonomy of unions and employer organisations in collective bargaining on the other. However, the latter have never, over the last 50 years, misused their regulatory powers. This is especially true of the trade unions which have been under the critical spotlight. The public interest is not threatened by a form of neocorporatism. On the contrary, because of its concern for the public interest, the German labour movement, since its reconstitution as unified trade unions, has contributed significantly to the reconstruction of economy and society, and to stabilisation of the Federal Republic of Germany. This is demonstrated by cooperative behaviour in collective bargaining, codetermination, and in the relationships with political parties, the state and the churches, in the self-government of the social security system, and in vocational training. As a result of mass unemployment, technology induced changes in work organisation, and changes in social values, all large-scale traditional labour institutions face a crisis. The unions in particular have the immense task of redefining the position of employees in the post-industrial era, and the strategies for protecting employee interests." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter labor relations; wage scale policy; workers' representation; trade union; corporatism; codetermination; historical development; common good; Federal Republic of Germany
Klassifikation Industrie- und Betriebssoziologie, Arbeitssoziologie, industrielle Beziehungen; Einkommenspolitik, Lohnpolitik, Tarifpolitik, Vermögenspolitik
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1995
Seitenangabe S. 82-100
Zeitschriftentitel Industrielle Beziehungen : Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management, 2 (1995) 1
ISSN 0943-2779
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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