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Warum ein Abschied von der "neuen deutschen Alterssicherungspolitik" notwendig ist

Why a farewell to the "new German pension policy" is necessary
[Arbeitspapier]

Schmähl, Winfried

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-349818

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Universität Bremen, Zentrum für Sozialpolitik
Abstract "Anfang dieses Jahrhunderts wurden - angesichts sich ändernder demographischer und ökonomischer Bedingungen - als 'alternativlos' bezeichnete politische Entscheidungen getroffen, die die deutsche Alterssicherungslandschaft grundlegend verändern sollen und tiefgreifende Folgen für die Einkommenslage im Alter wie auch für das System der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) haben werden - sofern der eingeschlagene Weg weiter beschritten wird. In diesem Beitrag wird zuerst die 'neue deutsche Alterssicherungspolitik' hinsichtlich ihrer zentralen Elemente und Ziele charakterisiert, bevor auf wichtige sozial- und verteilungspolitische Wirkungen der Maßnahmen eingegangen wird. Die Darstellung konzentriert sich auf die steigende Höhe und veränderte Verteilung der Belastung für Altersvorsorge; die Einkommenslage im Alter und insbesondere Altersarmut; die steigende Ungleichverteilung der Alterseinkommen; das Konzept der GRV, deren politische Legitimation und Akzeptanz in der Bevölkerung und die mögliche Folge einer grundlegende Systemtransformation der GRV. Abschließend werden Elemente einer alternativen Strategie skizziert, um die in diesem Beitrag aufgezeigten negative Effekte zu vermeiden. Diese Strategie orientiert sich an der Zielvorstellung, dass in der GRV eine Rente mit Lohnersatzfunktion finanziert werden sollte, die bei längerem Vollzeiterwerb zu einem deutlich über die steuerfinanzierte bedarfs- oder bedürftigkeitsgeprüfte (armutsvermeidende) Mindestsicherung hinausreichenden Leistungsniveau führt und zugleich eine Teilhabe der Rentner an der wirtschaftlichen Entwicklung auch während der Rentenlaufzeit realisiert, basierend auf einer engen Beziehung zwischen dem Vorsorgebeitrag und der Rentenleistung. Die unstrittig wichtigen Elemente der betrieblichen und privaten Alterssicherung sollten allerdings die GRV ergänzen und nicht - wie jetzt beschlossen - (zumindest partiell) ersetzen. Erfolgt dieses Umsteuern in der Politik nicht, so dürfte die GRV zu einer stark umverteilenden staatlichen 'Basissicherung' werden. Das entspräche auch Vorstellungen u.a. der Weltbank und vieler Ökonomen und ähnelte dem System, das Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland geschaffen wurde. Vorliegender Text wird voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2011 in einer leicht veränderten Fassung von der Friedrich Ebert Stiftung veröffentlicht." (Autorenreferat)

"Why a farewell to the ‘new German pension policy’ is necessary In the beginning of this century several political decisions in pension policy were taken - there was ‘no alternative’, as politicians and many economists declared pointing at changing demographic and economic conditions. The new strategy will change the German pension landscape fundamentally. In this paper central elements and objectives of the new strategy and important effects are outlined, namely - an increasing burden for old-age provision and a shift in the burden and risks - on income in old-age and in particular growing poverty - increasing income inequality - the concept and structure of the statutory pension insurance, its political legitimacy and the public acceptance as well as possible changes in the fundamental structure of the pension scheme. Finally some elements of an alternative strategy are outlined to avoid negative effects of the present political strategy as they are described in this paper. This alternative strategy is based on the objective to finance social insurance pensions that are substituting earnings and guarantee pensions above the means tested social assistance level for those who were for a long time integrated into the labour market on a full-time base. There should be a close link between contributions and pensions. And pensioners shall participate at economic development. Occupational and private provision for old-age is necessary, but should not substitute but supplement public pensions - which now is intended. If no change in public policy takes place, social pension insurance will become a highly redistributive scheme with a low level - as proposed by many economists as well as the World Bank. The result would be a public pension scheme much similar to the scheme that was first introduced in Germany in the late 19th century. Presumably in the first half of the year 2011, a slightly modified version of the text at hand will be published by the Friedrich Ebert Stiftung." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter population development; retirement planning; social security; pension; provision for old age; social policy; reform; pension insurance; pension payments; policy on income distribution; pension policy; income distribution; Federal Republic of Germany
Klassifikation soziale Sicherung
Methode anwendungsorientiert
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2011
Erscheinungsort Bremen
Seitenangabe 26 S.
Schriftenreihe ZeS-Arbeitspapier, 1/2011
ISSN 1436-7203
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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