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Fight against the empty cradle : Nazi pronatal policies and the SS-Führerkorps

Der Kampf gegen die leere Wiege : geburtenfreundliche Politik der Nazis und das SS-Führerkorps
[Zeitschriftenartikel]

Ziegler, Herbert F.

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-34663

Weitere Angaben:
Abstract Während der frühen Dekaden des 20. Jahrhunderts stand Deutschland, wie die meisten westeuropäischen Nationen, Fruchtbarkeitsraten gegenüber, auf deren Grundlage die Bevölkerung unfähig war, ihren Fortbestand gleichmäßig zu reproduzieren. Kurz nach der Machtergreifung 1933 begann das nationalsozialistische Regime, geburtenfreundliche Maßnahmen zu ergreifen, ein Versuch, der vorher beschriebenen Tendenz Einhalt zu gebieten und sie umzukehren. In der ersten Reihe des Kampfes gegen die sinkende Geburtenrate stand H. Himmler, Führer der SS, der versuchte, seinen Offizierkorps zu einem Beispiel für Fruchtbarkeit zu machen, das der Nachahmung durch das gesamte deutsche Volk wert war. Aber weder materieller Anreiz, Zwang, ein Schwall von Belehrungen und Propaganda noch spezielle geburtenfreundliche Institutionen, wie 'Lebensborn', waren bei der Anregung der Fruchtbarkeit erfolgreich. In der finalen Analyse erwies es sich sogar innerhalb der SS als unmöglich, die Geburtenrate bedeutend zu steigern - Deutsche wie auch SS-Führer bevorzugten weiterhin kleine Familien. Somit wurde der jahrhundertelange Rückgang deutscher Fruchtbarkeit, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begonnen hatte, während der Ära des Nationalsozialismus ungeachtet geburtenfreundlicher Maßnahmen nicht gestoppt. (KWübers.)

'During the early decades of the twentieth century, Germany, like most western European nations, faced fertility levels at which its population was unable to replace itself. Upon assuming power in 1933 the National Socialist regime began almost immediately to implement pronatalist measures in an effort to halt and reverse this trend. At the forefront of the battle against the declining birthrate stood Heinrich Himmler, the leader of the SS, who attempted to make his officer corps into an example of fecundity worthy of emulation by the entire German nation. But neither material incentives, coercion, a barrage of indoctrination and propaganda, nor special pronatal institutional devices such as the Lebensborn succeeded in stimulating fertility. In the final analysis even within the SS, the vanguard of National Socialism, it proved impossible to increase the number of births significantly - Germans and SS-Führer alike continued to prefer small families. Thus the secular decline in German fertility, which had began during the latter part of the nineteenth century, was not checked during the National Socialist era, pronatalist measures notwithstanding.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Third Reich; family planning; fertility; birth; birth trend; declining birth rate; reproductive behavior; measure; Nazism; quantity
Klassifikation Demographie, Bevölkerungswissenschaft; Sozialgeschichte, historische Sozialforschung
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 1986
Seitenangabe S. 25-40
Zeitschriftentitel Historical Social Research, 11 (1986) 2
ISSN 0172-6404
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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