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Kontinuität und Wandel in der Rekrutierung von SPD-Mitgliedern in einem Berliner Bezirk von 1945 bis 1973

Continuity and change in the recruitment of SPD members in a Berlin district between 1945 and 1973
[Zeitschriftenartikel]

Hohmann, Johannes-Berthold; Hurwitz, Harold; Kuckhahn, Götz

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-34642

Weitere Angaben:
Abstract In der Studie werden die Beitrittsformulare von neu rekrutierten Parteimitgliedern empirisch-analytisch ausgewertet, um Probleme von Kontinuitäten und Brüchen in der deutschen Arbeiterbewegung und der Bedeutung der Einbindung in das ehemalige subkulturelle Milieu dieser Bewegung aufzuhellen sowie der Frage nach der Bedeutung der Erfahrungen nachzugehen, die das neu oder wieder eintretende Parteimitglied im Faschismus gemacht hat. Zunächst wird anhand der univariaten Verteilung der untersuchten SPD-Mitglieder in Berlin-Schöneberg der Verlauf der Rekrutierung über Zeit (von 1945 bis 1973) betrachtet. Folgende andere Variablen werden in die Analyse einbezogen: (1) Geschlecht; (2) Alter; (3) Familienstand; (4) Geburtsort; (5) Beruf; (6) soziale Mobilität; (7) berufliche Mobilität; (8) Mitgliedschaft in Gewerkschaften und Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst. Anhand der Daten werden dann zwei Aspekte der Parteiloyalität nachvollzogen: Integration und Einbindung. Dazu wird die Dauer der Mitgliedschaft ermittelt. Ausgehend von einer Einteilung in politische Perioden (1945-49, 1950-62, 1963-73) werden einige Analyseansätze über Kontinuität und Wandel in der Parteimitgliedschaft vorgestellt. Gefragt wird vor allem nach den sozialstrukturellen Veränderungen. Als zentrale Ergebnisse werden hervorgehoben: Es ist eine erhebliche Verjüngung der Neumitglieder zu beobachten; die SPD gewann eher die etablierten Jüngeren (Berufstätige, Verheiratet); die Rekrutierung erfolgte zu einem großen Teil aus den Bereichen Gewerkschaft und öffentlicher Dienst. (KW)

'The article seeks to analyse party-membership recruitment with help of application records of SPD members who lived in Berlin-Schöneberg in the period 1945-1973. Particularly noticeable is the rising proportion of young recruits since the early 1960's. The proportion of workers among new members remains fairly constant throughout; hence there is no evidence that the Godesberg 'turn-off' to 'Volkspartei' had a significant influence on membership recruitment in Berlin. Characteristic for Berlin may, however, have been the strong role that public employment and membership intrade-unions catering civil servants (workers and employees or 'officials') has played ever since 1945. A comparison of the occupations 'learned' and 'exercised' when applying for membership showed, until the mid-1950's, more or just as much evidence of downward mobility as upward. During the 1960's recruitment of the deprived seems to have been far less frequent than of the previously successful. Quite constant was the likelihood of recruits remaining party-members for at least six years. Length of membership as well as simultaneous membership by family-members living in the same houshold are useful indicators for studying the social continuity and integration of partymembership. Comparisons with like data for other regions and parties is called for.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Federal Republic of Germany; trade union; membership; motivation; post-war period; civil service; recruitment; social factors; social integration; Social Democratic Party of Germany
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1986
Seitenangabe S. 3-35
Zeitschriftentitel Historical Social Research, 11 (1986) 3
ISSN 0172-6404
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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