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Normbindung unter Marktdruck? : Problembereiche neuer Formen der Arbeitszeitregulierung in der betrieblichen Praxis

Can norms survive market pressure? : the practical effectiveness of new forms of working time regulation
[Zeitschriftenartikel]

Haipeter, Thomas

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-345854

Weitere Angaben:
Abstract "Verbetrieblichung und Flexibilisierung, so lassen sich die derzeitigen Haupttrends der Arbeitszeitregulierung in Deutschland bezeichnen. Beide Trends sind zugleich Ausgangspunkt einer Debatte um die Erosion von Flächentarifverträgen und des deutschen Systems der industriellen Beziehungen insgesamt. Wenig ist jedoch darüber bekannt, wie eigentlich verbetrieblichte und flexible kollektive Regulierungen in der betrieblichen Praxis funktionieren und ob sie tatsächlich zu einem Verlust an normativer Prägekraft im Sinne ihrer praktischen Wirksamkeit für betriebliches Handeln führen. Dieser Frage widmet sich der Artikel auf der Grundlage der Ergebnisse eines aktuellen Forschungsprojektes. Dabei wird herausgearbeitet, dass die eigentliche Herausforderung für neue Formen der Arbeitszeitregulierung der Wandel von Unternehmens- und Arbeitsorganisation in Richtung marktorientierter Steuerungssysteme ist und dass die praktische Wirksamkeit der Arbeitszeitregulierung die Politisierung von Arbeitszeit gegen die Auswirkungen der neuen Steuerungsformen zur Voraussetzung hat. Die entscheidenden Bedingungen dafür sind die aktive Arbeitszeitpolitik eines gegenmächtigen Betriebsrates und die Herausbildung einer neuen Arena der individualisierten Aushandlung." (Autorenreferat)

"Decentralisation and flexibilisation are the new watchwords encapsulating the principles of current changes in working time regulation. They are also the starting point for a debate about an uncontrollable erosion of working time regulation and Germany's dual system of industrial relations in general. Little is known about how new forms of working time regulation actually operate at establishment level, and whether they really lead in practice to a loss of employee control over working time. This question is discussed in the paper based on the results of a topical research project. The paper argues that the real challenges for working time regulation are the changes in the production regime of organisations towards a market-driven management system and that the practical effectiveness of working time regulations depends on the politicisation of working time questions within firms. Necessary conditions for such politicisation are the active working time policy of a powerful works council and the creation of a new arena of individualised bargaining." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter employment relationship; working hours; policy on working hours; flexibility; industrial relations; Federal Republic of Germany; corporate governance; works council; codetermination; enterprise; flexible working hours; overtime; working time flexibility
Klassifikation Industrie- und Betriebssoziologie, Arbeitssoziologie, industrielle Beziehungen
Methode deskriptive Studie; empirisch; empirisch-qualitativ
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2004
Seitenangabe S. 221-245
Zeitschriftentitel Industrielle Beziehungen : Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management, 11 (2004) 3
ISSN 0943-2779
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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