Weiterempfehlen

Bookmark and Share


Chancen und Risiken der Mitbestimmung : das Beispiel Volkswagen

Opportunities and risks in codetermination : the example of Volkswagen
[Zeitschriftenartikel]

Haipeter, Thomas

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-345768

Weitere Angaben:
Abstract "Der Artikel knüpft an die Diskussionen an, die seit nunmehr einem Jahrzehnt über die Zukunft der Mitbestimmung vor dem Hintergrund dramatischer Umbrüche in Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft geführt werden. Dabei wird der derzeit aktuelle Blickwinkel des Übergangs zu einem nachfordistischen Produktionsmodell eingenommen. Welche Risiken bestehen für die Mitbestimmung in der nachfordistischen Produktion? Hält der Nachfordismus vielleicht sogar Chancen für die Mitbestimmung bereit? Diese Fragen werden empirisch am Beispiel Volkswagens diskutiert. Kern des nachfordistischen Produktionsmodells ist die produkt- und finanzmarktgetriebene Marktsteuerung operativ selbstständiger Unternehmenseinheiten. Diese Steuerungsform hat sich bei Volkswagen als Summe vielfältiger Reorganisationsbemühungen in den neunziger Jahren durchgesetzt. Das zentrale Ergebnis des Aufsatzes lautet, dass die Mitbestimmung die Marktsteuerung entscheidend prägen konnte. In der ausgehandelten Marktsteuerung des Unternehmens findet eine Politisierung von Entscheidungen in einem Maße statt, dass von einer substanziellen Ausweitung der Mitbestimmung auf der Grundlage einer stabilen Gegenmachtposition der Interessenvertretung gesprochen werden kann. Freilich kann die Mitbestimmung die Marktsteuerung nicht aufheben. Immerhin aber können Ambivalenzen ausgehandelt werden, mit denen ein reines concession bargaining vermieden wird." (Autorenreferat)

"This article deals with the discussions about the future of codetermination in a decade of dramatic change in work, the economy and society. It considers whether there has been a transition to a postfordist system of production. What kind of risks face codetermination in postfordist production systems? Does postfordism perhaps offer new opportunities for codetermination? These questions are empirically discussed in a case study of Volkswagen. The core of the postfordist production system is a new market driven system for controlling and coordinating decentralized company units. This new form of coordination is driven by both product markets and financial markets. This new management system was introduced at Volkswagen by means of successive reorganization policies during the 1990s. The article's main conclusion is that codetermination has been able to exert a decisive influence on management's response to changes in markets. In the negotiated management system at VW, decisions are politicized enabling a substantial extension of codetermination, which has underpinned a stable countervailing power system within the enterprise. Admittedly codetermination cannot stop the logic of marketdriven management systems. Nevertheless, it has been possible to negotiate nuances and to avoid straightforward concession bargaining." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Federal Republic of Germany; enterprise; automobile industry; codetermination; firm; post-Fordism; market mechanism; representation of interests; decision; company collective agreement; industrial relations; market orientation
Klassifikation Industrie- und Betriebssoziologie, Arbeitssoziologie, industrielle Beziehungen; Wirtschaftssektoren
Methode anwendungsorientiert; deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2002
Seitenangabe S. 319-342
Zeitschriftentitel Industrielle Beziehungen : Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management, 9 (2002) 3
ISSN 0943-2779
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
top