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Mitbestimmung im "Konzern Stadt" : arbeitspolitische Implikationen des dezentralisierten kommunalen Sektors

Codetermination in the "trust city" : implications for labor policy of the decentralized municipal sector
[Zeitschriftenartikel]

Schneider, Karsten

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-344487

Weitere Angaben:
Abstract "Seit Beginn der 90er Jahre kommt es in deutschen Kommunen zu einem sehr deutlichen Anstieg der Gründung von Eigengesellschaften und -betrieben. Auch der verbliebene Teil der Verwaltung wird praktisch überall durch Binnendezentralisierung umgestaltet. Diese Herausbildung eines 'Konzerns Stadt' ist mit erheblichen Veränderungen für die Arbeit der Interessenvertreter und der Gewerkschaft verbunden. Einerseits nimmt die Zahl der dezentralen Personalratsgremien zu bzw. erhalten diese eine gesteigerte Bedeutung. Anderseits entstehen eine Reihe von neuen Betriebsrats-Gremien, die rechtlich keine Verbindungen mehr zu den Personalräten haben. Die Dezentralisierungen führen darüber hinaus zu der Betonung wirtschaftlicher Interessen, politische Aufgaben treten demgegenüber in den Hintergrund. So werden zentrifugale Tendenzen wirksam, der Zusammenhalt im 'Konzern Stadt' erodiert. Dies wiederum führt auf Arbeitnehmerseite zu Gegentendenzen. Die Notwendigkeit, sich mit Beschäftigten, Dienstellenpersonalräten und Betriebsräten zu verständigen, wird größer. Dazu werden in einigen Kommunen u.a. rechtlich schwach abgesicherte 'Konzern-Arbeitnehmervertretungen' gegründet, die Kooperation von Personal- und Betriebsräten ermöglichen. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Arbeitnehmervertreter auch unter schwierigen Bedingungen gestaltungsfähig sein können. Der (Gesamt-) Personalrat verliert allerdings seine herausgehobene Stellung und wird tendenziell zu einem gleichberechtigten Verhandlungspartner, der nur gemeinsam mit anderen Arbeitnehmervertretern und Beschäftigten Einfluss nehmen kann." (Autorenreferat)

"Since the beginning of the 1990s German municipalities have founded an increasing number of municipally-owned companies based on both private and public law. There have also been forms of in-house decentralization within the remaining units of the local government service. As a result the municipalities no longer have a consistent structure but have become differentiated. This affects the work of labour representatives and of trade unions. On the one hand, the number of staff councils, which represent employees in local government and in companies subject to public law, has increased. Local staff councils have taken on a more significant role in comparison to the main staff councils. One the other hand, works councils have to be founded in the new companies subject to private law. By law, German works councils and staff councils may not be merged. Furthermore, decentralization emphasises economic interests, therefore political tasks become less important. This means that the decentralized units of the municipalities as well as the decentralized works and staff councils drift apart. Some works and staff councils react to this by stressing negotiation and understanding among one another. Despite the lack of legal affiliation, they are beginning to develop new institutional mechanisms for cooperation. This means that even under difficult conditions labour representatives are able to participate within the new differentiated structure of municipalities. Other than this the (group) staff councils lose influence and become negotiating partners, which have to cooperate with other labour representatives and employees to maintain their influence." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter municipal administration; public facility; public tasks; decentralization; workers' representation; staff council; municipality; works council; labor policy; worker's interest; interests; representation of interests; cooperation; codetermination; firm
Klassifikation Industrie- und Betriebssoziologie, Arbeitssoziologie, industrielle Beziehungen; Organisationssoziologie, Militärsoziologie
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2002
Seitenangabe S. 7-32
Zeitschriftentitel Industrielle Beziehungen : Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management, 9 (2002) 1
ISSN 0943-2779
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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