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Simulieren oder fragen? : Strategien zur Ermittlung der politischen Folgen niedriger Wahlbeteiligung am Beispiel der Europawahlen 2009

To ask or to simulate? : estimating the political effects of low turnout at the 2009 European Parliament Elections
[Zeitschriftenartikel]

Bernhagen, Patrick; Rose, Richard

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-343397

Weitere Angaben:
Abstract "Die politischen Folgen niedriger Wahlbeteiligung sind immer ein wiederkehrendes Thema politischer und politikwissenschaftlicher Debatten. Insbesondere wird diskutiert, ob bestimmte Parteien durch eine niedrige Beteiligung benachteiligt und andere bevorteilt werden. Um dies zu prüfen, werden in der Literatur unterschiedliche Herangehensweisen vorgeschlagen. Zum einen werden Nichtwähler nach der Wahl zu ihren hypothetischen Wahlentscheidungen befragt. Zum anderen werden diese nicht getroffenen Entscheidungen durch statistische Modelle prädiziert. In diesem Beitrag werden die Wahlentscheidungen der Nichtwähler in der Europawahlstudie 2009 durch multiple Imputation simuliert. Die Simulation zeigt, dass dutzende Parteien zum Teil erhebliche Gewinne und Verluste zu erwarten hätten, wenn die Wahlbeteiligung bei den EP-Wahlen die der jeweils vorausgegangenen nationalen Hauptwahl erreicht hätte. Ferner werden die so ermittelten Beteiligungseffekte mit den Ergebnissen eines alternativen Ansatzes verglichen, welcher auf der Selbstauskunft der Nichtwähler in der Europawahlstudie basiert. Die Simulation durch multiple Imputation zeigt durchschnittlich höhere Beteiligungseffekte als die kontrafaktische Selbstauskunft. Die Differenzen sind dabei unabhängig sowohl von der Größe der Beteiligungseffekte als auch von der Anzahl der Parteien." (Autorenreferat)

"The political effects of low turnout at elections are a recurring theme in politics and political science. Particular interest concerns the possibility that certain parties might gain and others lose from low voter turnout. Different methods have been proposed to estimate these effects. Some authors ask self-reported non-voters in surveys how they would have voted had they voted. Others predict these hypothetical vote choices statistically. The authors contribute to the discussion by simulating the vote choices of abstainers with the help of multiple imputation, using data from the 2009 European Election Study. The simulations show that numerous parties would have incurred considerable gains and losses compared to the actual results if the turnout at the 2009 EP election had reached the levels recorded at the preceding first-order election in each member state. They also compare our counterfactual election results with findings based on the reported hypothetical vote choices of non-voters in the 2009 European Election Study. Estimates of turnout effects based on multiple imputation are on average larger than those based on non-voters' reported hypothetical vote choices. The differences depend neither on the size of the turnout effects nor on the number of parties." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter simulation; survey; strategy; political impact; voter turnout; election to the European Parliament; deprivation; party; nonvoter; voting behavior; European Parliament; statistical analysis; interpretation; data; methodological research; comparative research; election research
Klassifikation Erhebungstechniken und Analysetechniken der Sozialwissenschaften; politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur; Europapolitik
Methode empirisch; empirisch-quantitativ; Grundlagenforschung; Methodenentwicklung
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2012
Seitenangabe S. 133-156
Zeitschriftentitel Methoden, Daten, Analysen (mda), 6 (2012) 2
ISSN 1864-6956
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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