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Die VW-Affäre : Lehrstück zu den Risiken deutschen Co-Managements?

The Volkswagen works-council affair : a lesson on risks of German co-management?
[Zeitschriftenartikel]

Dombois, Rainer

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-343158

Weitere Angaben:
Abstract "Die VW-Affäre wirft Fragen auch für die Mitbestimmungsforschung auf: Ist es ein spezifischer Fall, im 'System Volkswagen' angelegt? Oder weist der Fall auch auf Risiken hin, die im Muster des Co-Managements enthalten sind? Der Aufsatz geht zunächst davon aus, dass sich die Betriebsratsaffäre bei VW aus der besonderen Form des Co-Managements bei VW, den spezifischen Bedingungen des Unternehmens, nicht zuletzt aus einer besonderen Personenkonstellation erklärt. Die zugrunde liegende Machtstruktur deutet jedoch, über den besonderen Fall VW hinaus, auf allgemeine, strukturelle Risiken des Co-Managements hin. Starkes Co-Management rührt aus einer Konzentration von Machtressourcen, welche die Spitzenvertreter des Betriebsrats zusätzlich zu den betrieblichen Mitbestimmungsrechten aus ihren zentralen Rollen in verschiedenen Arenen - Aufsichtsrat, Gewerkschaft, Politik - beziehen, bündeln und nutzen können. Co-Management ermöglicht den kompromisshaften Ausgleich von Unternehmens- und Beschäftigteninteressen; es hat aber Hierarchisierung und Machtkonzentration der Interessenvertretung zur Kehrseite und birgt hohe Risiken der Intransparenz und der Einschränkung von Partizipation - Aspekte, die in Mitbestimmungsdiskurs und -forschung kaum thematisiert werden." (Autorenreferat)

"The VW works council affair raises important questions for Industrial Relations research: Is it a specific case, result of the particular conditions of the company and of the relations of particular persons? Or does the case indicate specific risks inherent in German Co- Management? The paper starts at a first step of analysis stressing the specific conditions of interest representation and the specific constellation of persons involved in the affair. At a second step it argues that the underlying power structure points at more general structural risks of Co- Management, beyond the VW case. Strong Co-Management allows for an effective compromise of company's and workers' interests; but it may be based on hierarchical order and concentration of power resources at costs of transparency and participation - aspects hardly discussed in politics and research." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter co-management; risk; codetermination; works council; enterprise; organization; power; structure; resources; role; supervisory board; trade union; politics; interests; employee; hierarchy; transparency; participation; control; IG Metall; networking
Klassifikation Industrie- und Betriebssoziologie, Arbeitssoziologie, industrielle Beziehungen; Management
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2009
Seitenangabe S. 207-231
Zeitschriftentitel Industrielle Beziehungen : Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management, 16 (2009) 3
ISSN 0943-2779
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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