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Anfänge einer Institutionalisierung grenzüberschreitender Arbeitsbeziehungen? : zur Paradoxie der Internationalen Rahmenabkommen im globalen Dienstleistungssektor

Regulation of labour in project networks : a structurationist analysis
[Zeitschriftenartikel]

Helfen, Markus; Fichter, Michael; Sydow, Jörg

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-343082

Weitere Angaben:
Abstract "Im Zentrum des Beitrages steht die paradoxe Beobachtung, dass Internationalisierungsphänomene bei arbeitsintensiven, unternehmensbezogenen Dienstleistungen häufig mit einem Verfall der arbeitspolitischen Institutionen in Verbindung gebracht werden, es aber gleichwohl Internationale Rahmenabkommen zwischen globalen Dienstleistungsunternehmen und dem zuständigen globalen Gewerkschaftsdachverband gibt. Anhand einer exemplarischen Fallstudie wird herausgearbeitet, dass vor allem ein Zusammenfallen von zwei Aspekten den paradoxen Abschluss von Internationalen Rahmenabkommen in arbeitsintensiven Dienstleistungssegmenten begünstigt: Erstens auf Seiten der globalen Gewerkschaft ein Verhandlungskonzept, das ausgehend von den niedrigen Organisationsgraden in den betroffenen Branchen 'Organizing' zum Gegenstand der Aushandlung macht und zweitens auf Seiten des zentralen Managements ein besonderer Legitimationsbedarf des Geschäftsmodells bei gleichzeitig erhöhter Sichtbarkeit des Unternehmens." (Autorenreferat)

"This article directs attention to the paradoxical observation that while the deterioration of (national) industrial relations institutions and labor standards are often found in conjunction with the internationalization of labor-intensive industrial services there are unique cases of global (framework) agreements in this sector. These agreements have been concluded between the global union federation representing the private service industries, and several large multinationals. Using an exemplary case study, the authors argue that a combination of two aspects facilitates the paradoxical conclusion of global agreements in labor-intensive services: First, for the global union federation, a negotiation strategy that focuses on how to support 'organizing' in order to tackle low unionization rates in the sector, and second, for central management, pressure to legitimize and further a particular business model owing to the high-profile visibility of their respective companies." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter institutionalization; labor relations; labor intensity; service; labor policy; global player; enterprise; trade union; basic directives; conception; negotiation; legitimation; demand
Klassifikation Industrie- und Betriebssoziologie, Arbeitssoziologie, industrielle Beziehungen; Wirtschaftssektoren
Methode anwendungsorientiert; deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2012
Seitenangabe S. 290-313
Zeitschriftentitel Industrielle Beziehungen : Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management, 19 (2012) 3
ISSN 0943-2779
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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