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Sozialpartnerschaft in und nach der Krise : Entwicklungen und Perspektiven

Social partnership during and after the crisis : developments and poerspectives
[Zeitschriftenartikel]

Haipeter, Thomas

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-342672

Weitere Angaben:
Abstract "Der Begriff Sozialpartnerschaft zur Kennzeichnung der industriellen Beziehungen in Deutschland ist umstritten. Dies liegt nicht zuletzt an den unterschiedlichen Bedeutungen, die damit verbunden werden. Verstanden als Handlungsmuster wechselseitiger Anerkennung, relativ ausgeglichener Machtverteilung und hoher Prägekraft kollektivvertraglicher Regulierungen ist der Begriff aber analytisch fruchtbar. Auf dieser Grundlage lässt sich die Entwicklung der Arbeitsbeziehungen in der Finanzmarktkrise als Renaissance sozialpartnerschaftlicher Regulierungen auf Tarifebene und in den Betrieben deuten. Diese Renaissance steht jedoch in einem Kontext langfristiger Erosionsprozesse von Tarifautonomie und Mitbestimmung, die gleichermaßen Arbeitsstandards und die Akteure der Arbeitsbeziehungen betreffen. Was folgt daraus für die Perspektiven der Sozialpartnerschaft? Es wird argumentiert, dass sich die Sozialpartnerschaft derzeit an einem Knotenpunkt der Entwicklung befindet, der auch eine längerfristige Stärkung der Sozialpartnerschaft möglich erscheinen lässt. Entscheidend dafür ist die Fortsetzung der Revitalisierungsstrategien der Interessenvertretungen, die an mehreren Punkten zu beobachten sind. Im Ergebnis wäre die Sozialpartnerschaft aber konfliktreicher, dezentraler und weniger elitär und intermediär." (Autorenreferat)

"The term social partnership is highly contested in the German literature. This is to a large extent a result of different meanings that are linked to the term. However, understood in the sense of mutual recognition, countervailing power and encompassing collective bargaining, social partnership is a fruitful analytical concept for analysing the developments of labour relations in Germany during the times of crisis. In this respect a renaissance of social partnership concerning both collective bargaining and codetermination has taken place. However, the renaissance was embedded in long term trends of erosion of labour relations, which poses the question of the future perspectives for social partnership. In this article it will be argued that the development of social partnership has reached a critical juncture. The future development of social partnership depends largely on the intensification of the efforts unions and works councils have initiated to revitalise their organisations. If successful, social partnership would be more conflictual and decentralised, while at the same time less elitist, and less engaged in an intermediary function." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter social partnership; economic crisis; IG Metall; Industrial Union of Mining and Energy; autonomy in negotiating wages; Federal Republic of Germany; labor relations; codetermination; representation of interests
Klassifikation Wirtschaftssoziologie; Industrie- und Betriebssoziologie, Arbeitssoziologie, industrielle Beziehungen
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2012
Seitenangabe S. 387-411
Zeitschriftentitel Industrielle Beziehungen : Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management, 19 (2012) 4
Heftthema Sozialpartnerschaft in der Krise - Bewährung oder Krise der Sozialpartnerschaft?
ISSN 0943-2779
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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