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KONY 2012, military humanitarianism, and the magic of occult economies

KONY 2012, militärische Humanität und die Magie verborgener Wirtschaftsbeziehungen
[Zeitschriftenartikel]

Finnström, Sverker

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(externe Quelle)

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:18-4-5547

Weitere Angaben:
Abstract The global success of the film KONY 2012 by Invisible Chil-dren, Inc., manifests far greater magical powers than those of Joseph Kony and his ruthless Lord’s Resistance Army, which it portrays. The most prominent feature of the Invisible Children lobby is the making and constant remaking of a master narrative that depoliticizes and dehistoricizes a murky reality of globalized war into an essentialized black-and-white story. The magic of such a digestible storyline, with Ugandan rebel leader Joseph Kony as a global poster boy for evil personified, not only plays into the hands of the oppressive Ugandan government but has also become handy for the US armed forces as they seek to increase their presence on the African continent. As the US-led war on terror is renewed and expanded, Invisible Children’s humanitarian slogan, “Stop at nothing”, has proven to be exceptionally selective, manifesting the occult economy of global activism that calls for military interventions.

Der weltweite Erfolg des Films KONY 2012 von Invisible Children, Inc. offenbart weit stärkere magische Kräfte, als sie dem darin portraitierten Joseph Kony und seiner skrupellosen „Lord’s Resistance Army“ zugeschrieben werden. Die wichtigste Wirkung der Lobbyarbeit von Invisible Children besteht darin, die finstere Realität des globalisierten Krieges zu entpolitisieren, zu enthistorisieren und auf ein immer neu variiertes Schwarz-Weiß-Denkmuster zu reduzieren. Die magische Wirkung einer solchen leicht verwertbaren inhaltlichen Reduktion – mit dem ugandischen Rebellenführer Joseph Kony als globalem Inbegriff des personifizierten Bösen – liegt im Interesse der repressiven ugandischen Regierung, insbesondere aber auch der US-Streitkräfte, die ihre Präsenz auf dem afrikanischen Kontinent verstärken wollen. Während der US-geführte Krieg gegen den Terror wieder aufgenommen und ausgeweitet wird, hat sich der von Invisible Children genutzte Slogan "Stop at nothing" als außerordentlich wirksam erwiesen und die verborgene wirtschaftliche Logik eines globalen Aktivismus offenbart, der nach militärischen Interventionen ruft.
Thesaurusschlagwörter Uganda; Central Africa; civil war; war; globalization; United States of America; military intervention; campaign; violence; developing country
Klassifikation Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik; internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Freie Schlagwörter Lord’s Resistance Army (LRA)
Publikationsjahr 2012
Seitenangabe S. 127-135
Zeitschriftentitel Africa Spectrum, 47 (2012) 2-3
ISSN 1868-6869
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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