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Blinded by sight : divining the future of anthropology in Africa

Die Erforschung des Elefanten : zur Zukunft der Ethnologie in Afrika
[Zeitschriftenartikel]

Nyamnjoh, Francis B.

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(externe Quelle)

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:18-4-5514

Weitere Angaben:
Abstract Using the metaphor of the elephant and the three blind men, this paper discusses some elements of the scholarly debate on the postcolonial turn in academia, in and of Africa, and in anthropology in particular. It is a part of the context in which anthropology remains unpopular among many African intellectuals. How do local knowledge practices take up existential issues and epistemological perspectives that may interrogate and enrich more global transcultural debates and scholarly reflexivity? Many an anthropologist still resists opening his or her mind up to life-worlds unfolding themselves through the interplay between everyday practice and the manifold actions and messages of humans, ancestors and non-human agents in sites of emerging meaning-production and innovative world-making. African anthropologists seeking recognition find themselves contested or dismissed by fellow anthropologists for doing “native”, “self” or “insider” anthropology, and are sometimes accused of perpetuating colonial epistemologies and subservience by fellow African scholars who are committed to scholarship driven by the need to valorise ways of being and knowing endogenous to Africa. This essay calls on anthropologists studying Africa to reflect creative diversity and reflexivity in the conceptualisation and implementation of research projects, as well as in how they provide for co-production, collaboration and co-implication within anthropology across and beyond disciplines.

Unter Rückgriff auf die Fabel vom Elefanten und den drei weisen Männern diskutiert dieser Beitrag einige Elemente der Debatte zur postkolonialen Wende in der Wissenschaft - innerhalb und außerhalb Afrikas und insbesondere in Bezug auf die Ethnologie. Unter vielen afrikanischen Intellektuellen ist die Ethnologie immer noch unbeliebt. Inwieweit greifen lokale Wissenspraktiken existentielle Fragen und epistemologische Perspektiven auf und stellen damit die globale transkulturelle Debatte und wissenschaftliche Reflexion infrage oder bereichern sie? Viele Ethnologen scheuen sich immer noch, sich gegenüber Lebenswelten zu öffnen, in denen die alltägliche Praxis mit den facettenreichen Handlungen und Botschaften von lebenden Menschen, Vorfahren und nicht-menschlichen Wesen verwoben ist - an Orten, an denen zunehmend neue Bedeutungsformen und innovative Welten entstehen. Afrikanische Ethnologen, die sich um Anerkennung bemühen, machen die Erfahrung, dass sie von anderen Ethnologen infrage gestellt oder abgelehnt werden, weil sie angeblich eine selbstbezogene oder Insider-Ethnologie betreiben, oder dass sie von afrikanischen Wissenschaftlern - die selbst auf Stipendien angewiesen sind und sich daher bemühen, spezifisch afrikanische Lebensarten und Wissenswelten aufzuwerten - beschuldigt werden, sich kolonialen Erkenntnisinteressen zu unterwerfen. Der Autor des Beitrags fordert Ethnologen, die zu Afrika forschen, dazu auf, bei der Konzeptionierung und Durchführung von Forschungsprojekten auf kreative Vielfalt und Reflexivität sowie auf Möglichkeiten der Zusammenarbeit innerhalb der Ethnologie und über die Disziplin hinaus zu setzen.
Thesaurusschlagwörter Africa; ethnology; science; research project; research topic; research implementation; philosophy of science
Klassifikation Ethnologie, Kulturanthropologie, Ethnosoziologie
Methode deskriptive Studie
Freie Schlagwörter Sozialanthropologie
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2012
Seitenangabe S. 63-92
Zeitschriftentitel Africa Spectrum, 47 (2012) 2-3
ISSN 1868-6869
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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