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Grundzüge der demographischen Entwicklung in Europa

An outline of developments in demographics in Europe
[Sammelwerksbeitrag]

Gans, Paul; Schmitz-Veltin, Ansgar

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-338933

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Akademie für Raumforschung und Landesplanung - Leibniz-Forum für Raumwissenschaften
Abstract Die Einwohnerzahl Deutschlands steigt zwischen 2000 und 2020 leicht an, und diese Zunahme ist in ihrer Größenordnung vergleichbar zu der in der EU. Dabei wird die negative natürliche Bevölkerungsentwicklung durch Wanderungsgewinne mehr als ausgeglichen. Allerdings sind die Verkleinerung der mittleren Haushaltsgröße, die Singularisierung und auch die Heterogenisierung der Bevölkerung in Deutschland bereits heute intensiver ausgeprägt als in den meisten anderen Mitgliedsstaaten. Zudem wird bis zum Jahr 2020 die Bevölkerung überproportional altern, so dass sich der Anteil der mindestens 60-Jährigen an der Gesamtbevölkerung auf rund 29 % (2020) erhöhen wird. Mit diesen Werten steht Deutschland gemeinsam mit Italien und Finnland an der Spitze der EU-Staaten, wobei es gleichzeitig den niedrigsten Anteil bei den unter 20-Jährigen erreichen wird. So wie die verschiedenen europäischen Regionen hinsichtlich ihres wirtschaftlichen und demographischen Wandels große Unterschiede aufweisen, so ist auch innerhalb der Bundesrepublik mit räumlich differenzierten Entwicklungen zu rechnen. Die Gegensätze beschränken sich keineswegs ausschließlich auf eine ost- versus eine westdeutsche Situation. In Abhängigkeit von regionalen Bedingungen wie wirtschaftlicher Dynamik, gegenwärtiger Geburtenhäufigkeit oder altersstruktureller Zusammensetzung werden verschiedene Regionen abweichende Trends verzeichnen. Zugleich wirken sich Bevölkerungsverluste in ländlichen Gemeinden anders aus als in Agglomerationsräumen, in wirtschaftlichen Gunsträumen anders als in strukturschwachen Räumen. Trotz deutlicher Abweichungen auf nationalstaatlicher Ebene sind Regionen mit ähnlichen Charakteristika in verschiedenen Staaten oftmals durch vergleichbare Tendenzen gekennzeichnet. In dieser räumlichen Differenzierung liegt die Komplexität des Themas, die generelle Aussagen und Handlungsempfehlungen erschwert und regional differenzierte Untersuchungen einfordert.

The population of Germany will show a slight increase over the period from 2000 to 2020, with this increase being on a scale comparable to the increase in the population of the EU overall. Natural negative population growth will be more than offset by the gain in population attributable to inward migration. However, the decline in the size of the average household, the trend towards single-person households and also the increasing heterogeneity of the population are already today more clearly evident in Germany than in most other EU member states. Moreover, by 2020 Germany’s population will have become disproportionately old, with the over-60s making up some 29 % of the total population. These statistics place Germany right at the top of the EU table alongside Italy and Finland; at the same time, however, Germany’s population will also display the lowest proportion of under-20s. Just as the various European regions display considerable diversity in terms of economic restructuring and the demographic changes they are undergoing, so in Germany too we can expect to see spatial disparities within the country with regard to the course of future developments. It would be quite wrong, however, to think of these differences merely in terms of an east/west imbalance, i.e. eastern Germany vs. western Germany. Divergent trends will be in evidence in the various regions reflecting local conditions, such as the dynamism of the regional economy, the current birth rate or age structure of the population. Equally, the effects of population decline in rural municipalities are different to those experienced within urban agglomerations; in areas with more vibrant economies, population decline impacts differently than in structurally weak areas. Despite the differences which quite clearly exist at nation-state level within the EU, regions within the various member states sharing similar characteristics frequently display comparable trends. It is in this spatial differentiation that we encounter the complexity of this topic, which makes it particularly difficult to offer general conclusions or recommendations for action. There is rather a need for studies reflecting the specific conditions found in particular regions.
Thesaurusschlagwörter Europe; population development; life expectancy; demographic aging; internal migration; EU
Klassifikation Bevölkerung
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Demographische Trends in Deutschland : Folgen für Städte und Regionen
Herausgeber Gans, Paul; Schmitz-Veltin, Ansgar
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2006
Erscheinungsort Hannover
Seitenangabe S. 34-54
Schriftenreihe Forschungs- und Sitzungsberichte der ARL, 226
ISSN 0935-0780
ISBN 978-3-88838-055-6
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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