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Takt in der Konversation: mit Bemerkungen zu Rücksicht und Respekt, Verletzungen und Rhythmus

Exercising tact in conversation: with some notes on respect, hurt, and rhythm
[Zeitschriftenartikel]

Buchholz, Michael B.

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-336712

Weitere Angaben:
Abstract "Ausgangspunkt ist die Beobachtung, wie wenig die eigentliche therapeutische Konversation Gegenstand detaillierter Beobachtung geworden ist, die meisten Theorien verlassen sich großflächig auf das, was ein Therapeut meint, in einer Sitzung beobachtet zu haben und darauf werden große Theoriegebäude errichtet. Das war Freuds Sache nicht, er formulierte die Grundregel und akzentuierte darin die 'Konversation', deren Analyse Basis für alles weitere zu sein hätte. Neben dem ungefähr erinnerbaren Inhalt einer therapeutischen Äußerung spielt eine Rolle, an welcher Stelle des Gesprächs sie platziert, wie sie formuliert und wie auf sie reagiert wurde. In diesem Aufsatz werden Transkript- Beispiele aus einer Gruppentherapie mit Sexual-Straftätern sowie weitere Beispiele analysiert, um Sinn für therapeutischen Takt zu schärfen. Ein besonderes Problem der Therapeutik rückt damit in den Blick und kann empirisch (mit Konversationsanalyse) untersucht werden. Ein zweites Problem wird erkennbar: Therapeutik besteht nicht nur in Takt und/oder Respekt, sondern vielfach auch in taktvollen Taktlosigkeiten; Therapeutik muß auch konventionelle Grenzen des Respekts taktvoll durchbrechen können. Die Untersuchung solcher konversationeller Paradoxa in der Therapeutik will der Aufsatz für die Zukunft anregen." (Autorenreferat)

"The therapeutic conversation as such has rarely been subjected to detailed observation. Most theories tend to rely on what the therapist thinks he or she observed during a session, and go on to derive vast theoretical constructions from it. This is not what Freud did. He conceived the basic rule, emphasizing that the 'conversation' was to provide the basis for everything else. What is important in a therapeutic statement, besides what can be recalled of its content, is its place in the conversation, the way it was formulated, and how the client responded to it. Examples of transcripts from group therapy sessions with sex offenders as well as a number of other examples are analyzed in view of increasing therapists' awareness of the need to exercise tact. Thus a specific problem of therapeutics is focused and can be empirically analyzed (using conversation analysis). A second problem is revealed: therapeutics does not wholly consist of tactfulness and/or respect, but often also involves the exercise of tactful tactlessness; therapeutics needs to be able to transgress the conventional confines of respect in a tactful way. Studying these conversational paradoxes in therapeutics is encouraged as a topic for future research." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter psychotherapy; therapist; dialogue; conversation analysis; respect; psychoanalysis
Klassifikation Allgemeines, spezielle Theorien und Schulen, Methoden, Entwicklung und Geschichte der Psychologie; psychische Störungen, Behandlung und Prävention
Freie Schlagwörter Takt; Taktgefühl; Konversationsanalyse; therapeutische Dialoge
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2009
Seitenangabe S. 129-150
Zeitschriftentitel Zeitschrift für Qualitative Forschung, 10 (2009) 1
ISSN 1438-8324
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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