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The role of contemporary childbearing postponement and recuperation in shaping period fertility trends

Die Auswirkung des aktuellen Aufschubs und Nachholens von Geburten auf die Ausprägung der Periodenfertilitätstrends
[Zeitschriftenartikel]

Frejka, Tomas

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(externe Quelle)

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bib-cpos-2011-20en8

Weitere Angaben:
Abstract This paper outlines a method that analyses how cohort and period childbearing postponement and recuperation (P&R) are reflected in total period fertility rate (TPFR) trends in low-fertility populations in recent decades. The method is rooted in the trailblazing ideas developed by Ryder (1951 and 1964), namely that childbearing P&R occurs in the life of individual women and can be summarised in the lifetime experiences of birth cohorts. Cohort childbearing age patterns are then translated into period childbearing age patterns and the effects of the P&R process on the TPFRs are revealed by summarising period ASFRs of young women and of older women and analysing their interaction over time in 36 low-fertility populations. The method is complementary to methods pioneered by Bongaarts and Feeney (1998) which estimate tempo-adjusted TPFRs. These demonstrate the degree to which TPFRs are distorted. The method described in this paper reveals the internal mechanism generating TPFR trends; it exposes the demographic structural causes generating TPFR trends and demonstrates why TPFRs are moving in a certain direction. The following findings stand out: 1. All low-fertility populations have experienced TPFR troughs at some point during the past four decades. The troughs occurred because low fertility among young women of young cohorts starting to postpone childbearing overlaps with low fertility among older women of older cohorts who had not postponed births. The troughs occurred in Western countries mostly during the early 1980s and in Central andEastern Europearound 2000. 2. The structural causes of the increase in TPFRs in the late 1990s and early in the 21st century were different in Western countries compared to Central andEastern Europe. The former were experiencing the concluding phases of the P&R process. In contrast, in Central andEastern Europepopulations were experiencing the initial phases of childbearing P&R. It was a historical coincidence that TPFRs were increasing in most low-fertility populations almost simultaneously around the beginning of the 21st century. 3. These TPFR increases were predominantly the consequence of changes in cohort childbearing age patterns, i.e. changes in the timing of fertility. They were not generated by fertility quantum increases. During this period in almost all the low-fertility countries TPFRs were rising while corresponding total cohort fertility rates were declining.

Dieser Beitrag beschreibt eine Methode zur Analyse der Auswirkungen des kohorten- und periodenspezifischen Aufschubs und Nachholens von Geburten auf die Trends der periodenbezogenen zusammengefassten Geburtenziffer (TPFR) in den Populationen mit niedrigem Fertilitätsniveau der letzten Jahrzehnte. Die Methode basiert auf den bahnbrechenden Ansätzen, die von Ryder (1951 und 1964) entwickelt wurden und denen zufolge sich der Aufschub und Nachholen von Geburten im Leben einzelner Frauen ereignet und sich im Rahmen der Ereignisse im Lebensverlauf von Geburtskohorten zusammenfassen lässt. Anschließend werden kohortenspezifische Fertilitätsaltersstrukturen in periodenbezogene Strukturen übersetzt und die Auswirkungen des Aufschub- und Nachholprozesses dargestellt, indem die periodenbezogenen altersspezifischen Fertilitätsziffern (ASFRs) junger und älterer Frauen zusammengefasst und deren Interaktion im Zeitverlauf in 36 Populationen mit niedrigem Fertilitätsniveau analysiert werden. Diese Methode findet ergänzend zu den erstmals von Bongaarts und Feeney (1998) beschriebenen Methoden zur Schätzung von Tempobereinigten TPFRs Anwendung. Diese zeigen den Grad der Verzerrung von TPFRs auf. Mithilfe der in diesem Beitrag beschriebenen Methode können die zugrundeliegenden Mechanismen ermittelt werden, durch die TPFR-Trends entstehen; sie zeigt die demografisch-strukturellen Ursachen von TPFR-Trends sowie die Ursachen bestimmter Verläufe der TPFRs auf.Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen folgende:1. ;Alle Populationen mit niedrigem Fertilitätsniveau erreichten irgendwann innerhalb der letzten vier Jahrzehnte einen TPFR-Tiefpunkt. Dieser Tiefpunkt ist auf die Überlappung der niedrigen Fertilität junger Frauen aus jungen Kohorten, bei denen erstmals ein Aufschub von Geburten zu verzeichnen war, und der niedrigen Fertilität älterer Frauen aus älteren Kohorten zurückzuführen, bei denen keinen Aufschub von Geburten stattfand. Der Tiefpunkt wurde in westlichen Ländern größtenteils Anfang der 1980er Jahre und in Mittel- sowie Osteuropa um die Jahrtausendwende erreicht.2. Die strukturellen Ursachen des Anstiegs der TPFR Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts unterscheiden sich in den westlichen Ländern von denen in Mittel- und Osteuropa. Die zuerst genannten Länder befanden sich in der Endphase des Aufschub- und Nachholprozesses. Mittel- und Osteuropa hatten hingegen erst die Anfangsphase des Aufschubs und Nachholens von Geburten erreicht. Der nahezu gleichzeitige Anstieg der TPFR in den meisten Populationen mit niedrigem Fertilitätsniveau zu Beginn des 21. Jahrhunderts stellt einen historischen Zufall dar.3. Dieser Anstieg der TPFR ist in erster Linie auf eine Veränderung der kohortenspezifischen Fertilitätsaltersstrukturen, d.h. auf eine Veränderung des Fertilitätstimings, zurückzuführen und nicht auf einen Anstieg des Quantums der Fertilität. Während dieses Zeitraums stiegen die TPFRs in fast allen Ländern mit niedrigem Fertilitätsniveau an, während ein Rückgang der analogen kohortenspezifischen zusammengefassten Geburtenziffern verzeichnet wurde.
Thesaurusschlagwörter birth trend; fertility; reproduction; fertility rate; method; cohort analysis; trend; reproductive behavior; population development
Klassifikation Bevölkerung; Erhebungstechniken und Analysetechniken der Sozialwissenschaften
Methode empirisch; Grundlagenforschung; Methodenentwicklung
Freie Schlagwörter cohort childbearing age patterns; childbearing postponement and recuperation; effects on total period fertility rates; low-fertility populations
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2011
Seitenangabe S. 927-958
Zeitschriftentitel Comparative Population Studies - Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, 36 (2011) 4
DOI http://dx.doi.org/10.4232/10.CPoS-2011-20en
ISSN 1869-8999
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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