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Gesellschaftsspiele : vom strategischen zum kooperativen Umgang mit sozialen Regeln

Gesellschaftsspiele : from the strategic to the cooperative dealing with rules
[Zeitschriftenartikel]

Renn, Joachim

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-325753

Weitere Angaben:
Abstract "Am Beispiel unterschiedlicher sozialer Spiele wird gezeigt, dass die - in der Psychologie und Soziologie des Spiels allzu übliche - antagonistische Priorisierung entweder von Konkurrenz oder von Kooperation abstrakt und der Binnenstruktur sozialer Spielformen nicht angemessen ist, vor allem weil die Regeln, die für diese Spiele konstitutiv sind, während des Spiels performativ modifiziert und ausgehandelt werden. Spieltheorien, die entweder den egoistischen homo oeconomicus oder aber die intersubjektive Solidarität privilegieren, sind beide unvollständig, sofern sie die Bedeutung der zugleich agonalen wie kooperativen Steigerung der Qualität des Spielens, d. h. des Kriteriums eines 'guten' Spiels verfehlen. Anhand unterschiedlicher metaphorischer Verwendungen des Spielbegriffs (bei Mead, Huizinga, Piaget, Wittgenstein) werden die Beziehung zwischen Ernst und Spiel und andere relevante Unterscheidungen entwickelt. Das Verhältnis zwischen Kooperation und Konkurrenz wird am Beispiel des Schachspiels, in Anwendung auf die Spiele des Marktes, der Wissenschaft und der Politik untersucht, um zu zeigen, dass Spielregeln und Spielzüge weder in der Wirtschaft noch in der Wissenschaft - entgegen verbreiteter Annahmen - primär durch Konkurrenz oder Kooperation bestimmt werden, sondern Momente einer komplexeren Praxis darstellen." (Autorenreferat)

"Referring to different versions of social games the author argues that the common and antagonistical priorisation of either competition or cooperation is too abstract and does not meet the internal structure of social games. This is especially due to the fact that the rules for these games are constitutive rules which are modified and negotiated performatively during the game. Game theories which privilege either the ego-driven homo oeconomicus or inter-subjective solidarity are both incomplete: the fail to grasp the increase in quality of the game during performance and thus the criterion for a 'goodĚ'game. In the second part of the paper the relation between seriousness and game and other differentiations are developed drawing from different metaphoric uses of 'game' (Mead, Huizinga, Piaget, Wittgenstein). The relation between cooperation and competition is explained with reference to the game of chess, the games of the market, of science and of politics. It is shown that rules and moves in games are not determined by either cooperation or competition, but are subject to a complex practice." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter market; strategy; behavior; politics; application; concept; cooperation; regulation; playing; competition; Mead, G.; homo economicus; Piaget, J.; game theory; rules of competition; science; Wittgenstein, L.
Klassifikation Philosophie, Theologie; angewandte Psychologie
Methode Theorieanwendung
Freie Schlagwörter Gesellschaftsspiel; Schachspiel; Konkurrenz; Spielregeln; soziale Regeln
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Seitenangabe S. 7-37
Zeitschriftentitel Psychologie und Gesellschaftskritik, 32 (2008) 1
Heftthema Soziales Spiel
ISSN 0170-0537
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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