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"Späte Einsichten" bei "späten Trennungen": plötzlicher Konsensbruch, trügerische Konsens-Illusion oder langjähriger Dissens? Subjektive Repräsentationen biografischer Verlaufsmuster und seelische Gesundheit im zeitgeschichtlichen Kontext

Perceived breach of consensus, illusion of consensus or long lasting dissension? Subjective conceptions of biographical trajectories and mental health in the context of contemporary historical development
[Zeitschriftenartikel]

Fooken, Insa

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-323912

Weitere Angaben:
Abstract "Die Zahl der Scheidungen nach langjährigen Ehen ist im Anwachsen begriffen. Im Rahmen dieses Beitrags wird der Frage nachgegangen, welche Bilanzierungskonzepte und subjektiven Erklärungsmodelle 'spät Geschiedene' selber für das Geschehen haben. Unterschieden werden dabei die Varianten 'abrupter Konsensbruch', 'trügerische Konsens-Illusion' und 'langjähriger Dissens'. Diese subjektiven Konstruktionen werden in Verbindung gebracht mit zentralen Aspekten des (ehe-)biografischen Verlaufs, der 'seelischen Gesundheit' und möglicher relevanter zeithistorischer Einflüsse. Die Stichprobe besteht aus n=83 geschiedenen Männern und Frauen, im Schnitt 25 Jahre verheiratet, je zur Hälfte aus den Geburtjahrgängen 1940 ('40er', 'Kriegskinder') und 1950 ('50er', 'Nachkriegskinder'). Etwa die Hälfte aller Befragten geht von einem langjährigen Dissens aus. Allerdings finden sich unter den Befragten, welche die Trennung als Ausdruck eines massiven Konsensbruches erleben, v.a. Männer der '40er'-Kohorte. Varianz- und Regressionsanalysen verweisen auf geschlechts- und kohortenspezifisch interagierende Befunde hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen den jeweiligen subjektiven 'Trennungsbegründungen' und biografischen Determinanten einerseits und seelischer Gesundheit andererseits. Zusätzlich wird die These aufgestellt, dass die zeitgeschichtlichen Rahmenbedingungen ('Kriegskindheit' vs. 'Nachkriegskindheit') die Art und Weise des intradyadischen Geschlechterdialogs und die Bewältigung von hieraus erwachsenden Konflikten möglicherweise nachhaltig beeinflusst haben." (Autorenreferat)

"German demographic statistics point to an increase in the number of divorces alter long-term marriages. What kind of subjective explanations do people develop while looking back on their 'unsuccessful' marital careers? Three modes of explanation are distinguished: 'perceived breach of consensus', 'illusory consensus' and 'long-lasting dissension'. These 'subjective constructs' are related to: central aspects of (marital) biographical development, mental health, and potential impacts of war (World War II) and post-war living conditions. The sample consists of n=83 divorced men and women, married for an average of 25 years. Half of the subjects were born in the 1940's ('children of war'), and half in the 1950's ('post-war children'). About half of the participants report a long-term dissension. The men of the '40's' cohort are the most likely group to perceive a so-called 'breach of consensus'. Analyses of variance and regression reveal cohort- and gender-specific interaction of 'divorce explanations' with both biographical determinants and mental health. It is argued that much of the variance can be attributed to cohort-specific (war vs. post-war) conditions that may have influenced subjects' style of intradyadic gender-dialogue and on their ability to cope with resulting conflicts." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter coping behavior; marriage; divorce; divorced person; social factors; consensus; mental health; role distribution; crisis management (psych.); gender relations
Klassifikation Sozialpsychologie; Familiensoziologie, Sexualsoziologie
Methode empirisch; empirisch-qualitativ
Freie Schlagwörter mittleres Lebensalter
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2004
Seitenangabe S. 289-304
Zeitschriftentitel Zeitschrift für Familienforschung, 16 (2004) 3
Heftthema Beziehungen im mittleren und höheren Erwachsenenalter
ISSN 1437-2940
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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