%T Chaos und Selbstorganisation : neue theoretische Ansätze in den Sozialwissenschaften
%A Müller-Benedict, Volker
%J Historical Social Research
%N 1
%P 26-93
%V 21
%D 1996
%= 2008-12-16T14:15:00Z
%> http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-32340
%X Der vorliegende Beitrag thematisiert einen weiten Rahmen, der übergreifende Einsichten in die neuen methodischen Entwicklungen der Chaos- und Selbstorganisationsforschung in verschiedenen Wissenschaftsbereichen ebenso wie einen Überblick über weite Bereiche der Sozialwissenschaften einschließt. Der Beitrag ist dabei vornehmlich an der praktischen Anwendung der neuen Methoden in sozialwissenschaftlichen Problemstellungen orientiert. Beim Paradigma der Selbstorganisation geht es um ein Programm, das beansprucht, eine neue Denkweise in allen Bereichen der Wissenschaft einzuleiten und so den Kern eines neuen Paradigmas bildet, das nicht nur für die Naturwissenschaften gelten soll, sondern sogar eine Wieder-Annäherung von Natur- und Gesellschaftswissenschaften herbeizuführen beansprucht. Im Teil I wird versucht, nach einer knappen Darstellung der Essenzen der neuen Methoden für die Naturwissenschaften, einen Rahmen abzustecken, in dem ihre Anwendungsmöglichkeiten und Reichweiten für die Sozialwissenschaften diskutiert werden können. In Teil II werden dann drei konkrete Anwendungsbeispiele vorgestellt, an denen der Anspruch der neuen Methoden überprüft werden kann. Insgesamt zeigt sich, daß die Phänomene, deren Erklärbarkeit in den Naturwissenschaften durch die neuen Ansätze möglich wird, in den Sozialwissenschaften schon in langer Tradition Forschungsgegenstände sind, allerdings nicht auf der Grundlage formaler Ableitungen, sondern sprachlich-theoretischer Beschreibungen. Die metaphorisch-analogische Anwendung der neuen Ansätze bietet also in diesem Bereich zwar andere, aber mit den bisherigen Erklärungen konkurrierende Einsichten. (ICE)
''Chaos' and 'self-organization' are key terms for new insights coming from the natural sciences which claim to break new theoretical ground. This new scientific paradigm is briefly characterized. Next previous applications and the paradigm's general applicability are considered. The most promising applications are seen in the area of quantitative formal dynamic model. The potential to gain new insight into social dynamics is explored in three areas: chaos through macro structural concatenations, deterministic chaos as a result of threshold variables, and the emergence of extreme attitudes as a result of stochastic nonlinear individual dependencies. The new approaches open up new ways of understanding and new fields of study. They do not, however, represent a paradigm shift for the social sciences.' (author's abstract)
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