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"Normalität" und "Behinderung" im Alltagswissen: Diskursanalyse eines Internetforums

"Normality" and "disability" in everyday knowledge: a discourse analysis of an online platform
[Zeitschriftenartikel]

Waldschmidt, Anne

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-322887

Weitere Angaben:
Abstract "Mit Hilfe der Diskursanalyse untersucht der Beitrag folgende Fragen: Wie werden im massenmedial vermittelten Alltagswissen die Diskursgegenstände 'Normalität' und 'Behinderung' konstruiert? Wie werden Grenzziehungen gestaltet? Das empirische Material, das quantitativen Zählungen und qualitativer Kategorisierung unterzogen wurde, entstammt einem Internetforum über Bioethik. Im Ergebnis zeigt die Analyse, dass erstens die Sprecherposition 'Wir Normalen' dominant ist. Zweitens wird der diskursive Gegenstand 'Behinderung' als auffällig markantes Stereotyp, dagegen 'Normalität' als Leerformel konstituiert. Drittens erweisen sich 'das behinderte Kind' und 'die Behinderten' als zentrale Begrifflichkeiten. Viertens enthüllt die Analyse zwei Diskursstrategien: Die eine Position bemüht sich um die Dichotomisierung von Grenzziehungen zwischen Behinderung und Normalität, die andere plädiert für eine Flexibilisierung. Insgesamt werden sowohl Kontinuitäten als auch Verschiebungen im aktuellen Behinderungsdiskurs sichtbar." (Autorenreferat)

"This article applies a discourse analysis of an online platform about bioethics. It uses methods of quantitative research and qualitative categorization in order to examine the following questions: How does everyday knowledge, which is being communicated on the Internet, construct the discursive objects of 'normality' and 'disability'? How are the lines drawn? The article presents these findings: First, 'we normals' proves to be the dominant mode of statement. Second, 'disability' appears as a stereotype, and 'normality' constitutes itself as an empty (meaningless) term. Third, 'the disabled child' and 'the disabled' define the key discursive terms. Fourth, the analysis distinguishes the following two discursive strategies: one position uses the approach of dichotomization for differentiating between normality and disability; the other position pleads for a flexibilization of boundaries. Ultimately, the analysis highlights trajectories and transformations of the contemporary disability discourses." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter society; everyday life; common knowledge; disability; handicapped; social integration; social position; flexibility; normality; discourse analysis; Internet
Klassifikation soziale Probleme
Methode anwendungsorientiert; deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2009
Seitenangabe S. 314-336
Zeitschriftentitel SWS-Rundschau, 49 (2009) 3
Heftthema Leben mit Behinderung
ISSN 1013-1469
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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